Kommunalwahlen 2026
Nordenstadt hat gewählt: CDU einsam an der Spitze – Lokale Listen mischen den Ortsbeirat auf
Die Nordenstadter Bürgerinnen und Bürger haben ein klares Statement für lokale Vielfalt abgegeben. Während die CDU ihre Position als stärkste Kraft souverän verteidigt, sorgen die Ergebnisse der lokalen Wählergruppen für eine völlig neue Dynamik im Ortsbeirat. Das traditionelle Parteiengefüge gerät in „Norschter“ Hand.
Foto: WA, Grafik: Amt für Statistik und Stadtforschung
In Nordenstadt sind die Würfel gefallen. Seit Montagnachmittag, 16. März, um 16:45 Uhr, liegt das amtliche Endergebnis für alle neun Wahlbezirke vor. Das Ergebnis zeigt: Die Nordenstadter setzen auf eine Mischung aus bewährter Stärke und frischen, rein lokalen Impulsen.
CDU dominiert, starke Lokallisten
Die CDU geht mit 31,1 % als klarer Wahlsieger aus dem Rennen hervor. Doch dahinter hat sich das Feld massiv verschoben. Die SPD muss sich mit 16,3 % begnügen und wird von der Wählergruppe „N! – Norschter Zukunft“ überholt, die aus dem Stand beeindruckende 18,6 % der Stimmen holte.
Auch die Liste „Norschter“ sicherte sich mit 15,0 % ein starkes zweistelliges Ergebnis. Unter der Kategorie „Sonstige“ (zusammen 19,0 %) finden sich weitere Splitterstimmen, die das bunte Bild in Nordenstadt abrunden.
Die neue Sitzverteilung – Koalition der „Norschter“ möglich?
Der neue Ortsbeirat in Wiesbaden-Nordenstadt umfasst insgesamt 11 Sitze. Die Mandatsverteilung verspricht spannende Debatten:
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CDU: 3 Sitze
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N! – Norschter Zukunft: 2 Sitze
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Norschter: 2 Sitze
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SPD: 2 Sitze
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GRÜNE: 1 Sitz
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ZfN: 1 Sitz
Mit insgesamt fünf Sitzen für die rein lokalen Listen („N!“, „Norschter“ und „ZfN“) stellen diese Gruppierungen zusammen mehr Mandate als die CDU. Für die künftige Politik im Stadtteil bedeutet dies: Wer Mehrheiten für Projekte wie die Entwicklung der neuen Wohngebiete oder die Gestaltung des Ortskerns sucht, kommt an den lokalen Wählergruppen nicht mehr vorbei. Die CDU bleibt zwar stärkste Einzelkraft, hat aber keine dominante Stellung mehr.
Ein neues Kapitel für Nordenstadt
Das Wahlergebnis ist ein klarer Beleg dafür, dass die Nordenstadter Wert auf eine Politik legen, die sich losgelöst von großen Parteizentralen auf die spezifischen Belange ihres Stadtteils konzentriert. Die „Norschter“ Identität war an der Wahlurne das entscheidende Zünglein an der Waage.


| Wahlberechtigte | 6.683 | |
| Wähler/-innen | 3.650 | 54,6 % |
| Ungültige Stimmzettel | 177 | 4,8 % |
| Gültige Stimmen | 37.150 |
| Partei | Kandidat/in | Mandat | Stimmen |
|---|---|---|---|
| CDU | Pfeifer, Rainer | Personenwahl | 2.010 |
| CDU | Fischer, Norbert | Personenwahl | 1.376 |
| CDU | Eisenmann, Guntram | Personenwahl | 1.314 |
| SPD | Dr. Uebersohn, Gerhard | Personenwahl | 1.799 |
| SPD | Zimmermann-Dutton, Melina | Personenwahl | 1.193 |
| GRÜNE | Delank, Felix | Personenwahl | 817 |
| Norschter | Tomic, Kristijan | Personenwahl | 1.138 |
| Norschter | Jacks, Philipp | Personenwahl | 1.044 |
| ZfN | Bachmann, Christian | Personenwahl | 712 |
| N! – Norschter Zukunft | Noll, Jürgen | Personenwahl | 1.739 |
| N! – Norschter Zukunft | Gaubatz, Matthias | Personenwahl | 1.113 |
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