Verkehrsunfall

Dränglerin verursacht Crash auf A3 bei Wiesbaden und flüchtet – Autobahnpolizei stellt die Fahrerin

Gefährliches Manöver mit Folgen. Eine 55-jährige Autofahrerin hat am Samstagvormittag auf der Autobahn 3 bei Wiesbaden einen Kleintransporter in die Mittelleitplanke gedrängt. Trotz direkter Ansprache durch einen Zeugen suchte die Frau das Weite. Die Flucht endete erst viele Kilometer später in den Händen der rheinland-pfälzischen Polizei.

Von: |Erschienen am: 14. März 2026 13:05|

Symbolfoto

Es geschah am Samstagvormittag, 14. März, auf der vielbefahrenen Bundesautobahn 3 in Fahrtrichtung Köln. Zwischen dem Wiesbadener Kreuz und der Tank- und Rastanlage Medenbach-Ost kam es zu einem schweren Zwischenfall, der für einen 39 Jahre alten Fahrer ziemlich unsanft endete.

Riskantes Überholmanöver führt zum Unfall

Nach ersten Erkenntnissen der Autobahnpolizei Wiesbaden war der 39-jährige Kölner mit seinem Transporter, gegen 10:30 Uhr, auf der linken Fahrspur unterwegs, um ein Fahrzeug auf der mittleren Spur zu überholen. Zeitgleich näherte sich eine 55-jährige Frau aus Künzelsau (Baden-Württembergs) in ihrem Mercedes auf dem mittleren Fahrstreifen.

In einem rücksichtslosen Manöver überholte sie den Kleintransporter rechts und scherte unmittelbar vor ihm wieder nach links ein. Dabei drängte sie den Transporter so massiv ab, dass der Fahrer die Kontrolle verlor und ungebremst in die Mittelschutzplanke prallte. Obwohl es zu keiner direkten Berührung der Fahrzeuge kam, war das Manöver die direkte Ursache für den schweren Unfall, bei dem der 39-Jährige leicht verletzt wurde.

Zeuge angesprochen – Fahrerin uneinsichtig

Statt anzuhalten, steuerte die Mercedes-Fahrerin die nahegelegene Tank- und Rastanlage Medenbach-Ost an. Dort wurde sie von einem aufmerksamen Unfallzeugen direkt auf das Geschehen angesprochen. Die Reaktion der Frau war jedoch alles andere als kooperativ. Sie gab an, mit dem Vorfall nichts zu tun zu haben, müsse dringend weiter nach Köln und setzte ihre Fahrt einfach fort.

Festnahme bei Montabaur und Führerscheinentzug

Die alarmierte Autobahnpolizei Wiesbaden leitete umgehend eine Fahndung nach dem flüchtigen Mercedes ein. Dank der engen Zusammenarbeit mit den Kollegen aus Rheinland-Pfalz konnte das Fahrzeug schließlich durch die Autobahnpolizei Montabaur gestoppt werden.

Die Konsequenzen ließen nicht lange auf sich warten. Die Beamten eröffneten ihr den Vorwurf der Verkehrsunfallflucht. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wiesbaden wurde ihr Führerschein noch vor Ort eingezogen. Die Weiterfahrt war damit beendet.

Zeugenaufruf

Die Autobahnpolizei Wiesbaden sucht nach weiteren Zeugen, die den Unfall oder das anschließende Gespräch auf der Rastanlage beobachtet haben. Hinweise werden unter der Telefonnummer 0611 / 345-4140 entgegengenommen.

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