Unfall / Update

Dramatische Rettungsaktion in Dotzheim – Mann spießt sich an Zaun von Autohandel auf

Ein Mann ist am frühen Samstagmorgen beim Überklettern eines Zauns auf einem Gebrauchtwagengelände in Wiesbaden-Dotzheim verunglückt. Er bohrte sich eine Metallstrebe tief in den Oberschenkel und hing kopfüber fest. Erst Stunden später entdeckten Joggerinnen den schwer verletzten Mann gegenüber der dortigen Sportanlage.

Von: |Erschienen am: 7. März 2026 11:43|

Symbolfoto

Es sind Szenen wie aus einem Albtraum, die sich in der Nacht zum Samstag, 7. März, in der Willi-Werner-Straße abgespielt haben müssen. Um 07:49 Uhr wurde die Wiesbadener Feuerwehr mit dem Stichwort „Tragehilfe groß“ alarmiert. Ziel war ein Autohandel im Wiesbadener Stadtteil Dotzheim – vor Ort bot sich den Rettern ein dramatisches Bild.

Kopfüber zwischen Gebrauchtwagen gefangen

Ein Mann hatte offenbar versucht, den Gittermattenzaun eines Autohändlers unweit der Sportanlage in der Willi-Werner-Straße vom TuS Dotzheim zu übersteigen. Dabei geschah das Unglück: Er blieb hängen, und eine Metallstrebe des Zauns bohrte sich etwa 15 bis 20 Zentimeter tief in seinen Oberschenkel.

Der Verunglückte schaffte es nicht, sich aus eigener Kraft zu befreien, und hing fortan kopfüber am Gitter fest. Aufgrund der massiven Unterkühlung der Person gehen die Einsatzkräfte davon aus, dass der Unfall bereits Stunden zuvor in der Nacht passierte, während der Mann versuchte, auf das Gelände mit den Gebrauchtwagen zu gelangen.

Joggerinnen werden zu Lebensretterinnen

Dass der Mann lebend gefunden wurde, ist zwei Joggerinnen zu verdanken. Als sie am Morgen im Bereich der Willi-Werner-Straße unterwegs waren, bemerkten sie schräg gegenüber der dortigen Sportanlage die hilflose Person am Zaun des Autohandels und setzten sofort den Notruf ab. Zu diesem Zeitpunkt war der Mann zwar noch ansprechbar, befand sich jedoch aufgrund der nächtlichen Kälte bereits in einem kritischen Zustand.

Komplizierte technische Rettung

Die Feuerwehr rückte mit einem Hilfeleistungslöschfahrzeug an. Um den Patienten so schonend wie möglich zu befreien, mussten die Einsatzkräfte Millimeterarbeit leisten. Der Mann wurde zunächst auf einem sogenannten Spineboard (Rückenbrett) gesichert. Mit einem Bolzenschneider schnitten die Wehrleute das Zaunstück großflächig rund um die Einstichstelle heraus.

Nachdem der Mann befreit war, wurde er mitsamt dem im Bein verbliebenen Metallstück an den Rettungsdienst übergeben. Dies ist medizinisch notwendig, um unkontrollierte Blutungen vor einer Operation im Krankenhaus zu verhindern.

Einlieferung in den Schockraum der HSK

Nach der weiteren Erstversorgung durch den Notarzt wurde der Schwerverletzte in die direkt benachbarte Notaufnahme der Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken (HSK) gebracht. Neben der Feuerwehr waren ein Rettungswagen, ein Notarzt sowie eine Streife der Wiesbadener Polizei im Einsatz. Nach rund einer Stunde konnte der technische Einsatz beendet werden.

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