Smart City
Neue Datenstrategie soll Verwaltung smarter und transparenter machen
Wiesbaden stellt die Weichen für einen verantwortungsvollen Umgang mit seinem stetig wachsenden Datenschatz. Eine neue Strategie soll Orientierung geben, Prioritäten setzen und den Weg für moderne, bürgernahe Lösungen ebnen. Welche Veränderungen sie anstößt und warum sie weit über technische Fragen hinausreicht zeigt ein Blick auf die Strategie.
Symbolfoto: Canva
Die Landeshauptstadt Wiesbaden hat eine stadtweite Datenstrategie vorgelegt, die den künftigen Umgang mit kommunalen Daten grundlegend ordnen soll. Mit ihr schafft die Verwaltung einen verbindlichen Rahmen, um Daten sicher zu bündeln, effizient zu nutzen und verantwortungsvoll zu verwalten.
Ziel ist es, Daten als zentrale Ressource für Verwaltung, Politik und Stadtgesellschaft zu verankern und damit Prozesse zu verbessern, Transparenz zu erhöhen und Entscheidungen stärker auf belastbare Grundlagen zu stützen.
Struktur für langfristige Planung
Die Strategie versteht sich als langfristige Leitlinie für den internen Umgang mit Daten. Sie definiert Standards, Rollen und Verantwortlichkeiten und legt fest, wie Datenqualität gesichert und Sicherheitsfragen berücksichtigt werden sollen.
Gleichzeitig soll sie helfen, Synergien zwischen Ämtern zu nutzen, Doppelstrukturen zu vermeiden und nachhaltige Dateninfrastrukturen aufzubauen.
Schrittweise Umsetzung über Pilotprojekte
Die Umsetzung erfolgt in mehreren Etappen. Pilotprojekte sollen zeigen, wie die Vorgaben der Strategie in der Praxis funktionieren.
Erfahrungen aus diesen Projekten sowie neue Anforderungen fließen fortlaufend in die Weiterentwicklung ein. Die Stadt setzt damit auf einen dynamischen Prozess, der sich an realen Bedarfen orientiert.
Open-Data-Plattform als zentraler Baustein
Bereits im Februar 2026 wurde eine Open-Data-Plattform freigeschaltet, die einen transparenten Zugang zu nicht sensiblen personenbezogenen Daten ermöglicht.
Viele dieser Informationen waren zuvor nur intern verfügbar. Mit der Öffnung entstehen neue Nutzungsmöglichkeiten für Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und interessierte Bürger.
Stimme aus dem Dezernat
„Ich freue mich, dass wir jetzt eine Datenstrategie verabschiedet haben, die uns einen noch klareren Handlungsrahmen im Umgang mit Daten aufzeigt. Daten sind der Motor der Smart City.
Sie liefern zuverlässige Grundlagen für unsere Entscheidungen im Sinne des Gemeinwohls bei gleichzeitig höchstem Datenschutz“, erklärt Maral Koohestanian (VOLT), Dezernentin für Smart City, Europa und Ordnung.
Mehr Effizienz und bessere Services
Durch den strukturierten Umgang mit Daten erwartet die Stadtverwaltung effizientere interne Abläufe und eine verbesserte Grundlage für die Entwicklung bürgerorientierter Dienstleistungen.
Die Strategie soll dazu beitragen, die Servicequalität für die Bevölkerung weiter zu erhöhen und digitale Angebote zielgerichteter auszubauen.
Erarbeitet mit Unterstützung des Landes
Die Datenstrategie wurde vom Amt für Statistik und Stadtforschung sowie vom Amt für Innovation, Organisation und Digitalisierung in Wiesbaden unter Leitung des Referats Smart City entwickelt.
Gefördert wurde das Vorhaben durch das Land Hessen im Rahmen des Programms „Starke Heimat Hessen II“. Die vollständige Strategie ist online unter www.wiesbaden.de/rathaus/smart-city/datenstrategie abrufbar.
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Wiesbaden wagt den nächsten Schritt in Richtung smarter Stadt: Eine neue Plattform bringt erstmals Daten aus allen […]

