Einsatz

Entwarnung in Wiesbaden – Radioaktiv-Fund entpuppt sich als harmlose Blechdose

Aufatmen in Wiesbaden: Der Großeinsatz wegen eines vermeintlich radioaktiven Gegenstands an der Feuerwache 1 konnte am späten Nachmittag beendet werden. Spezialisten gaben nach intensiven Messungen Entwarnung – eine Gefahr für die Bevölkerung bestand zu keinem Zeitpunkt.

Von: |Erschienen am: 26. Februar 2026 17:36|

Fotos: Privat

Die Aufregung war groß, als eine Frau mit ihrem Sohn und einem verdächtigen Kellerfund direkt auf den Hof der Berufsfeuerwehr Wiesbaden am Donnersta,g 25. Februar, gegen 15:50 Uhr fuhr. Doch nach rund einer guten Stunden intensiver Arbeit der Strahlenschutzexperten steht fest: Es war ein Fehlalarm.

Messwerte negativ

Die Feuerwehrleute, die unter Atemschutz und in spezieller Ausrüstung den betroffenen Pkw untersuchten, konnten Entwarnung geben. „Wir haben keinerlei Messergebnisse, das heißt, es gibt keine messbare Radioaktivität“, so Sven Janneck von der Feuerwehr Wiesbaden.

Bei dem mysteriösen Gegenstand handelte es sich um eine alte Blechdose, auf der zwar ein Radioaktiv-Warnzeichen klebte, die jedoch völlig harmlos war.

Ein „Spaß-Aufkleber“ mit ernsten Folgen

Wie sich im Laufe des Einsatzes herausstellte, hatte der Fund wohl einen familiären Hintergrund. Der verstorbene Ehemann der Frau war Mediziner. Ob in der Dose früher tatsächlich einmal medizinische Präparate aufbewahrt wurden oder ob es sich lediglich um einen „Spaß-Aufkleber“ handelte, den der Mediziner als Gag auf die Dose geklebt hatte, lässt sich heute nicht mehr zweifelsfrei klären. Fakt ist jedoch, der Inhalt war zum Zeitpunkt des Funds absolut unbedenklich.

Kurt-Schumacher-Ring wieder frei

Während der Maßnahmen war der Kurt-Schumacher-Ring in beiden Richtungen voll gesperrt, was im Feierabendverkehr für erhebliche Rückstaus sorgte. Inzwischen wurde die Sperrung aufgehoben und der Verkehr fließt wieder normal.

Die ältere Dame und ihr Sohn, die den Gegenstand zur Wache gebracht hatten, wurden während des Einsatzes vorsorglich im Rettungswagen betreut. Trotz des Schrecken sind beide wohlauf.

Fazit: Auch wenn es die Gefahrenlage als harmlos herausstellte, war das vorsorgliche Handeln der Einsatzkräfte absolut notwendig. Dennoch gilt weiterhin der Appell: Verdächtige Funde niemals selbst transportieren, sondern immer die Experten zum Fundort rufen! Entweder die Polizei 110 oder die Feuerwehr 112 verständigen.

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