Filmabend
Fritz-Bauer- Infoveranstaltungim Alten Gericht – Wiesbaden erinnert an den mutigen Juristen vor offizieller Platzbenennung
Wiesbaden würdigt den früheren hessischen Generalstaatsanwalt Fritz Bauer. Noch vor der offiziellen Benennung eines Teilbereichs des Kochbrunnenplatzes findet am Donnerstag, 26. Februar, eine besondere Infoveranstaltung im historischen Schwurgerichtssaal des Alten Gerichts statt – inklusive Filmvorführung und optionaler Führung durch das Gebäude.
Fotos:
Wiesbaden bereitet sich auf eine bedeutende Geste des Erinnerns vor. Im März soll ein Teil des Kochbrunnenplatzes nach Fritz Bauer, dem ehemaligen hessischen Generalstaatsanwalt und Initiator der Auschwitzprozesse, benannt werden. Als Auftakt lädt eine öffentliche Infoveranstaltung dazu ein, Leben, Wirken und Vermächtnis des entschiedenen Demokraten näher kennenzulernen.
Am Donnerstag, 26. Februar , um 19:00 Uhr, wird im früheren Schwurgerichtssaal des Heimathafens Wiesbaden, Gerichtsstraße 2, das Filmporträt „Mörder unter uns. Fritz Bauers einsamer Kampf“ gezeigt. Der Eintritt ist frei, die Veranstaltung wird vom zuständigen Ortsbeirat gefördert.
Ein Film, der aufrüttelt – „Mörder unter uns“ im historischen Schwurgerichtssaal
Der Dokumentarfilm beleuchtet Bauers unermüdlichen Einsatz für die juristische Aufarbeitung der NS-Verbrechen. Er zeigt, wie der Jurist gegen Widerstände in Politik, Justiz und Gesellschaft ankämpfte, um die Auschwitzprozesse möglich zu machen – und damit ein neues Kapitel deutscher Erinnerungskultur aufschlug.
Der Veranstaltungsort ist bewusst gewählt. Der frühere Schwurgerichtssaal im Alten Gericht Wiesbaden bietet einen authentischen Rahmen, der die historische Bedeutung des Themas unterstreicht und den Blick auf die Rolle der Justiz im Umgang mit der NS-Vergangenheit schärft.
Platzbenennung als Zeichen der Erinnerungskultur in Wiesbaden
Mit der geplanten Benennung eines Teilbereichs des Kochbrunnenplatzes setzt die Landeshauptstadt Wiesbaden ein sichtbares Zeichen für demokratische Werte, Rechtsstaatlichkeit und historische Verantwortung. Fritz Bauer gilt als einer der wichtigsten Wegbereiter der juristischen Aufarbeitung des Holocaust in Deutschland. Seine Haltung – mutig, unbequem, beharrlich – wirkt bis heute nach.
Die Platzbenennung soll nicht nur an seine Verdienste erinnern, sondern auch jüngere Generationen für die Bedeutung einer aktiven, wehrhaften Demokratie sensibilisieren.
Führung durch das Alte Gericht vor der Filmvorführung
Interessierte können sich zusätzlich für eine historische Führung durch das Alte Gericht anmelden. Dabei erhalten Besucherinnen und Besucher Einblicke in die Geschichte des Gebäudes, das über Jahrzehnte ein zentraler Ort der Rechtsprechung in Wiesbaden war.
Die Anmeldung erfolgt über die Plattform des Heimathafens Wiesbaden.
Bedeutung für Wiesbaden – Erinnerung lebendig halten
Die Veranstaltung zeigt, wie Wiesbaden seine Erinnerungskultur aktiv weiterentwickelt. Durch die Kombination aus Film, historischem Ort und der bevorstehenden Platzbenennung entsteht ein vielschichtiger Zugang zu Fritz Bauer und seinem Vermächtnis. Sie lädt dazu ein, sich mit Fragen von Gerechtigkeit, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen – Themen, die auch heute nichts an Aktualität verloren haben.
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InfoBox
Eckdaten auf einen Blick:
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Was: Infoveranstaltung & Film „Mörder unter uns“
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Wann: Donnerstag, 26. Februar 2026, 19:00 Uhr
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Wo: Heimathafen (Altes Gericht), Gerichtsstr. 2, 65185 Wiesbaden
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Eintritt: Frei


