Straßenverkehrsgefährdung
BMW-Raser nach gefährlicher Fahrt auf der A3 bei gestoppt
Ein junger BMW-Fahrer hat am Samstagvormittag auf der Autobahn 3 zwischen Limburg und Wiesbaden für Angst und Schrecken gesorgt. Mit riskanten Überholmanövern über den Standstreifen und massiver Nötigung gefährdete er zahlreiche Menschen. Dank mutiger Zeugen, die per Notruf Standort-Updates gaben, konnte die Autobahnpolizei den Raser schließlich aus dem Verkehr ziehen. Die Ermittler prüfen nun den Verdacht eines illegalen Autorennens.
Symbolfoto
Es waren Szenen wie aus einem schlechten Actionfilm, die sich am Samstag, 14. Februar, auf der Autobahn 3 abspielten. Zwischen 10:24 und 10:39 Uhr gingen bei der Polizei mehrere Notrufe gleichzeitig ein. Autofahrer berichteten von einem BMW mit belgischen Kennzeichen, dessen Fahrer jegliche Verkehrsregeln ignorierte. Das erste Mal ist er in Höhe von Limburg aufgefallen.
Über den Standstreifen und rücksichtsloses Drängeln
Der 23-jährige Mann aus Belgien scherte sich weder um Geschwindigkeitsbegrenzungen noch um das Rechtsüberholverbot. Nach Zeugenaussagen überholte er Fahrzeuge mehrfach verbotswidrig auf der rechten Spur und nutzte dabei sogar den Standstreifen, um im dichten Verkehr schneller voranzukommen.
Doch damit nicht genug: Der junge Mann fuhr extrem dicht auf vorausfahrende Pkw auf und drängte diese massiv zum Spurwechsel. Nach seinen Überholmanövern scherte er derart knapp vor anderen Verkehrsteilnehmern wieder ein, dass diese nur durch Notbremsungen schwere Unfälle verhindern konnten.
Zeugen-Leitfaden führt Polizei zum Täter
Dass die wilde Fahrt ein schnelles Ende fand, ist der Geistesgegenwart anderer Verkehrsteilnehmer zu verdanken. Über den Notruf 110 gaben Mitteiler fortlaufend den aktuellen Standort des Rasers durch. Der BMW raste an Bad Camberg und Igstadt vorbei. Eine Streife der Autobahnpolizeistation Wiesbaden konnte den Wagen schließlich kurz hinter der Anschlussstelle Niedernhausen lokalisieren und in Höhe von Wiesbaden-Medebnach stoppen und einer Kontrolle unterziehen.
Verdacht auf illegales Autorennen: Handy beschlagnahmt
Im Rahmen der ersten Ermittlungen vor Ort und der Befragung zahlreicher Geschädigter erhärtete sich ein schwerwiegender Verdacht. Die Beamten gehen davon aus, dass es sich um ein verbotenes Einzelrennen gegen die Zeit (§ 315d StGB) gehandelt haben könnte.
Der staatsanwaltschaftliche Bereitschaftsdienst Wiesbaden ordnete daraufhin umgehende Maßnahmen an: Das Handy des Fahrers wurde als Beweismittel sichergestellt, um etwaige Videoaufnahmen der Fahrt oder Absprachen zu prüfen. Da der Mann keinen festen Wohnsitz in Deutschland hat, wurde eine empfindliche Geldsumme als Sicherheit für das kommende Verfahren einbehalten.
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der 23-Jährige wieder entlassen. Die Ermittlungen dauern an.
Die Polizei sucht weitere Geschädigte
Hatten Sie am Samstagvormittag ebenfalls eine gefährliche Begegnung mit dem dunklen BMW auf der A3 im Bereich Idstein/Niedernhausen? Die Autobahnpolizeistation Wiesbaden bittet weitere Zeugen oder Personen, die durch das Fahrverhalten des 23-Jährigen gefährdet wurden, sich unter der Telefonnummer 0611 / 345-4140 zu melden.
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