Verkehrskontrolle

Blitzer-Sonntag in Wiesbaden: Raser gestoppt und illegales Akkufahrrad geschnappt

Die Polizei hat am Sonntag an mehreren Stellen in Wiesbaden den Verkehr unter die Lupe genommen. Während ein Autofahrer mit 80 km/h durch die Stadt raste, sorgte ein spezielles Lieferdienst-Fahrrad für ein Ermittlungsverfahren wegen Fahrens ohne Führerschein.

Von: |Erschienen am: 9. Februar 2026 16:16|

Symbolfoto

Im Rahmen der kontinuierlichen Verkehrssicherheitsarbeit hat der Regionale Verkehrsdienst Wiesbaden am Sonntag, 8. Februar, zwischen 12:00 und 18:00 Uhr gezielte Kontrollen im Stadtgebiet durchgeführt. Das Ergebnis: Zahlreiche Bußgelder und eine Sicherstellung.

23 Bußgelder und ein Fahrverbot

Insgesamt stellten die Beamten 23 Verstöße im Bußgeldbereich fest. Besonders eilig hatte es ein Fahrzeugführer in der Berliner Straße: Er wurde bei erlaubten 50 km/h mit einer Geschwindigkeit von 80 km/h (nach Toleranzabzug) gemessen. Auf den Fahrer kommt nun nicht nur ein empfindliches Bußgeld, sondern voraussichtlich auch ein Fahrverbot zu.

„Geister-Pedale“ in der Oranienstraße – Lieferdienst-Fahrrad sichergestellt

In der Oranienstraße machten die Beamten eine ungewöhnliche Entdeckung. Ein Fahrrad eines Lieferdienstes fiel auf, weil es sich augenscheinlich ohne jegliche Muskelkraft fortbewegte – der Fahrer trat die Pedale nicht, beschleunigte aber dennoch.

Bei der genaueren Kontrolle bestätigte sich der Verdacht: Das Rad war mit einem Akku nachgerüstet und verfügte über einen verbauten Gaszug. Damit gilt das Gefährt rechtlich nicht mehr als Fahrrad, sondern als Kraftfahrzeug. Da für solche „Eigenbauten“ oft die nötigen Zulassungen, Versicherungen und Führerscheinklassen fehlen, wurde das Rad noch vor Ort sichergestellt. Gegen den Fahrer wurden Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz sowie Fahrens ohne Fahrerlaubnis eingeleitet.

Polizei kündigt weitere Kontrollen an

Die Polizei betont, dass Geschwindigkeitskontrollen ein wesentlicher Baustein zur Vermeidung von schweren Unfällen im Stadtgebiet sind. Auch die technische Überprüfung von Elektrokleinstfahrzeugen und Pedelecs steht weiterhin im Fokus der Beamten, um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten.

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