Einsatz / Fotostrecke

46-Jähriger bedroht Nachbarn mit Waffe – SEK stürmt Wohnung in Dotzheim

Dramatische Szenen am Donnerstagnachmittag in Wiesbaden-Dotzheim. Ein massives Aufgebot an Polizeikräften vor einem Mehrfamilienhaus abgeriegelt. Auch das SEK war in Einsatz. Ein Mann wurde festgenommen.

Von: |Erschienen am: 5. Februar 2026 15:14|

Fotos: 5 Vision News

Ein Nachbarschaftsstreit der klein begann, weitete sich gegen 09:20 Uhr am Donnerstag, 5. Februar, zu einem großen Polizeieinsatz aus. Ein 46-jähriger Anwohner der Straße „Am Hang“ steht im Verdacht, einem Nachbarn vor dessen Wohnanschrift eine Schusswaffe gezeigt und ihn damit bedroht zu haben.

Da die Polizei bei Berichten über Schusswaffen kein Risiko eingeht, wurde sofort ein Großaufgebot an Einsatzkräften in den Dotzheimer Westen entsandt.

Spezialkräfte aus Frankfurt im Einsatz

Aufgrund der potenziellen Gefährdungslage wurden Spezialeinsatzkräfte (SEK) aus Frankfurt angefordert. Augenzeugen berichteten von zahlreichen Einsatzfahrzeugen und maskierten Teams mit schwerer Schutzausrüstung, die sich im Bereich der Straße „Am Hang“ koordinierten. Das betroffene Wohnhaus wurde von den Einsatzkräften umstellt und gesichert.

Trotz der zunächst angespannten Lage gelang der Zugriff schließlich ohne Gewalt. Die Spezialkräfte konnten den 46-jährigen Tatverdächtigen in seiner Wohnung widerstandslos festnehmen.

Luftdruckwaffe sichergestellt

Bei der anschließenden Durchsuchung der Räumlichkeiten machten die Beamten einen Fund. Eine Luftdruckpistole wurde sichergestellt. Auch wenn es sich nicht um eine scharfe Schusswaffe handelte, ist das Vorzeigen einer solchen Waffe in einer Bedrohungssituation ein schwerwiegender Verstoß.

Der Festgenommene wurde für die weiteren polizeilichen Maßnahmen auf das 3. Polizeirevier in Wiesbadener Europaviertel gebracht.

Ermittlungsverfahren eingeleitet

Nach Abschluss des Zugriffs konnte die Polizei Entwarnung für die Anwohner geben. Die Straße „Am Hang“ wurde nach den Maßnahmen wieder für den Verkehr freigegeben. Den 46-Jährigen erwartet nun ein strafrechtliches Nachspiel: Die Ermittler haben Verfahren wegen Bedrohung sowie wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet.

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