Gesundheitspolitik
Wiesbaden prüft Rückführung der Psychiatrie in kommunale Hand
Die Stadt Wiesbaden lotet aktuell aus, psychiatrische Einrichtungen wieder in kommunale Eigenregie zu überführen.. Gesundheitsdezernentin Löbcke informierte jetzt über den Stand der Verhandlungen.
Symbolfoto: Canva
In Wiesbaden wird derzeit über eine mögliche Rückführung der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in kommunale Verantwortung beraten. Die Stadt steht dazu in engem Austausch mit Vitos und Helios.
Informationsstand des Gesundheitsausschusses
Gesundheitsdezernentin Milena Löbcke (Die Linke) informierte am Dienstagabend, 3. Februar, den Gesundheitsausschuss in einer nicht öffentlichen Sitzung über den aktuellen Stand. Am Mittwoch, 4. Februar, erklärte sie in Abstimmung mit Helios und Vitos:
„Der hessenweit etablierte kommunale Träger Vitos hat uns gestern Abend ein schlüssiges Konzept für ein psychiatrisches Versorgungsmodell der Stadt Wiesbaden vorgestellt. Aktuell laufen Gespräche zwischen Vitos und Helios zu einer möglichen Rekommunalisierung der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie sowie des Fachbereichs Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken unter Beteiligung meines Dezernats und der EGW Gesellschaft für ein gesundes Wiesbaden mbh als Mehrheitsgesellschafterin der Helios HSK.“
Helios fokussiert Somatik
Weiter erklärte Löbcke: „Wir sehen darin eine Maßnahme zur Stärkung der psychiatrischen Versorgung in Wiesbaden mit Blick auf die hohe Fachexpertise von Vitos. Dabei wollen Vitos und Stadt nicht nur die stationäre Versorgung in den Blick nehmen, sondern auch sektorenübergreifend zusammen neue Wege gehen.
Helios kann sich mit einem solchen Schritt auf die strategische Weiterentwicklung der HSK als unseren Wiesbadener Maximalversorger im somatischen Bereich konzentrieren, was auch hier zu einer Stärkung der Gesundheitsversorgung führen wird.“
Ziele der möglichen Neuausrichtung
Die Stadt Wiesbaden bewertet die vorgestellten Überlegungen als Chance, die psychiatrische Versorgung langfristig zu stärken. Im Mittelpunkt stehen sowohl stationäre Angebote als auch neue Formen der sektorenübergreifenden Zusammenarbeit.
Gleichzeitig würde Helios durch eine veränderte Zuständigkeit mehr Raum für die Weiterentwicklung der somatischen Versorgung an den HSK erhalten.
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