Smart City

Stadtweite Daten erstmals gebündelt: Wiesbaden präsentiert Open-Data-Plattform

Wiesbaden wagt den nächsten Schritt in Richtung smarter Stadt: Eine neue Plattform bringt erstmals Daten aus allen Ämtern an einem Ort zusammen, offen, strukturiert und für viele Zwecke nutzbar. Wer wissen will, wie Verwaltung, Forschung und Wirtschaft künftig gemeinsam besser entscheiden könnten, sollte einen Blick auf dieses Projekt werfen.

Von: |Erschienen am: 3. Februar 2026 17:51|

Foto: Stadt Wiesbaden

Die Landeshauptstadt Wiesbaden hat Anfang Februar die Beta-Version ihrer neuen Open-Data-Plattform präsentiert. Mit ihr soll der Zugang zu städtischen Informationen deutlich erleichtert werden.

Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft sollen künftig schneller und einfacher auf strukturierte Daten zugreifen können, um fundierte Entscheidungen zu treffen.

Einheitliche Daten aus allen Ämtern

Erstmals stellt die Stadt Daten aus sämtlichen Ämtern gebündelt und in einheitlicher Struktur bereit. Die Informationen sind frei zugänglich und können für unterschiedlichste Zwecke genutzt werden. Hinweise zur Nutzung und Beteiligung finden Interessierte auf der städtischen Website.

Meilenstein für Transparenz und Beteiligung

„Die Open-Data-Plattform ist für mich ein Meilenstein. Sie steht für einen neuen Status quo im Umgang mit öffentlichen Informationen und legt die Grundlage für ein gestärktes Vertrauen in die Verwaltung, mehr Beteiligung und Innovation gemeinsam mit den Bürgern von Wiesbaden“, erklärte Maral Koohestanian (Volt), Dezernentin für Smart City.

Nutzen für Wirtschaft, Forschung und Verwaltung

Die Plattform soll als zentrale Datenbasis für viele Akteure dienen. Unternehmen können die Datensätze für Analysen, Marktforschung oder neue Smart-City-Anwendungen einsetzen. Hochschulen und Forschungseinrichtungen profitieren von praxisnahen Daten und neuen Kooperationsmöglichkeiten.

Auch die Stadtverwaltung selbst sieht in standardisierten, maschinenlesbaren Daten einen wichtigen Baustein für nachhaltige Stadtentwicklung – etwa in den Bereichen Planung, Klimaschutz oder Mobilität.

Beta-Version mit Ausbaupotenzial

Die nun veröffentlichte Beta-Version bietet bereits Zugriff auf zahlreiche strukturierte Datensätze sowie Such- und Filterfunktionen. Gleichzeitig wird die Plattform weiterentwickelt.

In den kommenden Monaten sollen zusätzliche Datensätze integriert, Visualisierungsfunktionen ergänzt und die Nutzerfreundlichkeit verbessert werden. Geplant sind zudem Beteiligungsformate und Workshops, in denen Interessierte den Umgang mit offenen Daten erlernen können.

Datenschutz und Qualitätssicherung

Die Stadt betont, dass Qualität und Sicherheit der Daten durch die stadtweite Datenstrategie gewährleistet werden. „Der Schutz sensibler Daten hat für uns höchste Priorität.

Gerade eine smarte Stadt muss verantwortungsvoll damit umgehen“, sagte Koohestanian weiter. Das Amt für Statistik und Stadtforschung sowie der Open-Data-Beauftragte haben hierfür entsprechende Strukturen geschaffen.

Technische Basis und Vernetzung

Technisch basiert die Plattform auf der Open-Source-Lösung Piveau und der Civora-Plattform des Dienstleisters DKSR GmbH. Durch geplante Anbindungen an Datenportale von Land, Bund und EU sollen Wiesbadener Datensätze künftig auch überregional verfügbar sein.

Entwickelt wurde die Plattform in Zusammenarbeit zwischen dem Amt für Statistik und Stadtforschung, dem Referat Smart City sowie dem Amt für Innovation, Organisation und Digitalisierung.

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