Verkehrsunfall / Fotostrecke
Lkw durchbricht Mittelschutzplanke auf A3 bei Wiesbaden – 200 Meter Trümmerfeld und riesiges Glück im Unglück
Ein schwerer Verkehrsunfall hat sich auf der Autobahn 3 bei Wiesbaden-Auringen am Montagabend zugetragen. Ein Lkw hat die Mittelleitplanke durchbrochen und ein Trümmerfeld auf der Gegenfahrbahn verursacht. Während der Lkw-Fahrer ins Krankenhaus musste, entging ein Sprinter-Fahrer nur knapp einer Katastrophe, als Teile der Leitplanke seine Windschutzscheibe durchschlugen. A3 war stundenlang voll gesperrt.
Fotos: 5 Vision News
Trümmerteile über alle Fahrspuren, eine aufgerissene Leitplanke und kilometerlange Staus, dazu zwei Verletzte. Das ist die Bilanz eines Unfall eines Verkehrsunfall auf der Autobahn 3 im Bereich von Wiesbaden am Montag, 2. Februar. Ein 34-jähriger Lkw-Fahrer warum etwa 22:05 Uhr in Fahrtrichtung Frankfurt unterwegs, als laut seinen Angaben auf Höhe von Auringen plötzlich ein Wildschwein die Fahrbahn kreuzte.
Lkw reißt 200 Meter Leitplanke nieder
Beim Versuch, dem Tier auszuweichen, verlor der Fahrer die Kontrolle über sein schweres Fahrzeug. Der Lkw kam nach links von der Fahrbahn ab, durchbrach die Mittelschutzplanke und riss diese auf einer Länge von über 200 Metern komplett auf. Der Lastwagen kam schließlich quer auf der Gegenfahrbahn (Richtung Köln) zum Stehen. Die Wucht des Aufpralls schleuderte massive Trümmerteile der Stahlschutzplanke auf die A3.
Schutzplanke durchschlägt Sprinter-Scheibe
Besonders dramatisch, in Fahrtrichtung Köln wurden vier Fahrzeuge von den umherfliegenden Trümmern getroffen. Der Fahrer eines Sprinters hatte dabei „Tausend Schutzengel“. Teile der Leitplanke schlugen in seine Windschutzscheibe. Wie durch ein Wunder erlitt dieser nur leicht Verletzungen, durch Glassplitter im Gesicht. Nach der medizinischen Behandlung durch die Einsatzkräfte, konnte er vor Ort entlassen werden. Der Lkw-Fahrer selbst erlitt schwerere Verletzungen und wurde nach der Erstversorgung in eine Wiesbadener Klinik eingeliefert.
Großeinsatz für Feuerwehr und Rettungsdienst
Anrufer meldeten über Notruf 112, dass ein Lastwagen und mehrere Pkw beteiligt seien. Da unklar war, ob Personen eingeklemmt waren, wurde ein größeres Kräfteaufgebot alarmiert. Die Feuerwehr Wiesbaden rückte mit einem Großaufgebot an, unterstützt von mehreren Rettungswagen, Notärzten und der Autobahnpolizei.
Die Einsatzkräfte fanden bei ihrer Ankunft ein Trümmerfeld vor, das sich über mehrere Hundert Meter erstreckte. Da die deformierte Leitplanke auf der Richtungsfahrbahn nach Niedernhausen den Zugang zu den verunfallten Fahrzeugen versperrte, mussten die Feuerwehr schweres Gerät einsetzen. Mit Trennschleifern wurden die Stahlsegmente zerteilt und beiseite geräumt, um den Weg für den Rettungsdienst zu den Betroffenen frei zu machen.
Insgesamt betreute der Rettungsdienst sechs Unfallbeteiligte.
Mehrere Fahrzeuge beschädigt
Ebenfalls waren die Freiwilligen Feuerwehren Breckenheim und Medenbach im Einsatz. Eben dem Ausleuchten des Unfallorts wurden Sicherungsmaßnahmen und das Abstreuen von auslaufenden Betriebsmitteln durchgeführt. Zur Sicherstellung des Brandschutzes im Stadtgebiet besetzte die Freiwillige Feuerwehr Igstadt während des Einsatzes die Feuerwache 3.
Insgesamt wurden auf beiden Fahrtrichtungen acht Fahrzeuge durch Trümmer beschädigt. Zum Glück kollidierte der Lkw mit einem der entgegenkommenden Fahrzeuge.
Hoher Sachschaden – Verkehrsbehinderungen bis Dienstag
Für über drei Stunden wurde die A3 in Richtung Norden voll gesperrt. Es kam zu einen kilometerlangen Stau. Die Autobahnpolizei Wiesbaden schätzt den Gesamtschaden auf rund 260.000 Euro. Der Lkw musste abgeschleppt werden. Die Autobahnmeisterei Diedenbergen übernahm die weitere Absicherung und die Reinigung der Fahrbahn. Während die Fahrbahn für die Rettungs- und Bergungsarbeiten über Stunden voll gesperrt war, dauern die Reparaturarbeiten an der Mittelschutzplanke bis in den Dienstag hinein an.
Verkehrshinweis: Für die Instandsetzung bleiben die jeweils linken Fahrspuren in beide Richtungen (Niedernhausen und Wiesbadener Kreuz) gesperrt. Autofahrer müssen im Berufsverkehr mit erheblichen Verzögerungen rechnen.
P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie Fan von Wiesbadenaktuell.de und folgen Sie uns auch auf Instagram sowie auf Threads!


