Verkehr

Vollsperrung der Wilfried-Ries-Straße in Wiesbaden

Von: |Erschienen am: 7. Februar 2026 14:47|

Symbolfoto

Autofahrer im Wiesbadener Westen müssen sich auf erhebliche Umwege einstellen. Ab dem Montag, 9. Februar, wird die Wilfried-Ries-Straße , eine wichtige Verbindung Richtung Fasanerie und Klarenthal, voll gesperrt. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis Mitte April andauern. Um die Belastung so gering wie möglich zu halten, hat die Stadt zwei bauliche Großprojekte zeitlich gekoppelt.

Unter der Fahrbahn schlummert ein Problem aus dem Jahr 1910. Ein alter, gemauerter Schacht hält den heutigen Verkehrsbelastungen nicht mehr stand. Die Hessenwasser GmbH & Co. KG nutzt die notwendige Sanierung des Schachts, um eine über 110 Jahre alte Trinkwasserleitung zu erneuern. Ohne diesen Rückbau drohten langfristig Absackungen oder Rohrbrüche unter der Fahrbahn.

Zeitgleich setzt das Umweltamt eine ökologische Pflichtaufgabe um. Der Gehrner Bach wird nördlich von Klarenthal naturnah umgestaltet. Dafür muss ein neuer Durchlass unter der Wilfried-Ries-Straße geschaffen werden. Der Clou: Der alte Durchlass bleibt bestehen, um bei zukünftigen Starkregenereignissen als Puffer zu dienen und das Gebiet vor Überflutungen zu schützen.

Damit der Verkehr trotz Vollsperrung fließt, wurde ein umfangreiches Umleitungskonzept erstellt:

  • Richtung Fasanerie: Der Verkehr wird über die Lahnstraße Richtung Innenstadt und die Aarstraße (B4) Richtung Taunusstein geleitet.

  • Abbiegeregelung: Von der Aarstraße bleibt das Linksabbiegen in die Wilfried-Ries-Straße weiterhin möglich. Hierfür wird eine provisorische Abbiegespur markiert und die Ampelschaltung angepasst.

  • Busverkehr: Die Busse der Linie 33 können die Endhaltestelle Fasanerie während der Bauzeit nicht anfahren. Über die genaue Linienführung wird ESWE Verkehr zeitnah gesondert informieren.

Auch wer zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs ist, muss sich umstellen. Eine direkte Querung der Baustelle ist nicht möglich. Der Zugang über die Spazierwege am Campus Klarenthal bleibt jedoch erhalten, sodass Fußgänger die Baustelle weiträumig über die Wirtschaftswege umgehen können.

Die Stadt betont, dass durch die Koordination beider Projekte eine spätere, erneute Vollsperrung vermieden werden konnte.

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