Innovationsschub

Abschluss von „Public Next“: So soll Verwaltung nutzerfreundlicher werden

Über Monate haben Verwaltung, Kreativszene und Bürger gemeinsam an neuen Wegen gearbeitet, um städtische Services verständlicher und alltagstauglicher zu machen. Nun liegt das Ergebnis auf dem Tisch und es zeigt, wie viel Potenzial in ungewöhnlichen Kooperationen steckt. Welche Ideen dabei entstanden sind und wohin die Reise für Wiesbaden weitergehen könnte, zeigen die Kommentare von Projektbeteiligten.

Von: |Erschienen am: 2. Februar 2026 13:19|

Symbolfoto: Canva

Mit einer Veranstaltung im Heimathafen Wiesbaden ist das Innovationsprojekt „Public Next“ offiziell beendet worden. In den vergangenen Monaten hatten Verwaltung, Kreativwirtschaft und das Zukunftswerk gemeinsam an neuen Ideen für nutzerorientierte Verwaltungsservices gearbeitet.

Fragestellungen aus dem Verwaltungsalltag

Im Zentrum des Projekts standen praxisnahe Themen aus verschiedenen Bereichen der Stadtverwaltung. Dazu zählten Bewegungsangebote für  Senioren, Optimierungen im Standesamt, die Weiterentwicklung des Zukunftswerks als Innovationsplattform, ein verbessertes Wegeleitsystem im Jobcenter sowie neue Formen demokratischer Beteiligung.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Die Projektteams setzten sich aus Mitarbeitern der Verwaltung, Kreativschaffenden und Bürgern zusammen. Gemeinsam entwickelten sie Ideen, Prototypen und Empfehlungen, um Verwaltungsleistungen verständlicher, zugänglicher und effizienter zu gestalten.

Perspektive der Nutzer im Fokus

Maral Koohestanian (VOLT), Dezernentin für Smart City, Europa und Ordnung, betont die Bedeutung eines konsequent nutzerorientierten Ansatzes: „Gute Verwaltungsservices entstehen dort, wo wir die Perspektive der Menschen ernst nehmen und unsere Prozesse konsequent daran ausrichten.

Public Next hat gezeigt, wie wichtig es ist, Ansätze und Lösungen gemeinsam zu entwickeln, zu testen und weiterzudenken. So schaffen wir Angebote, die verständlich sind, Vertrauen schaffen und den Alltag der Bürgerinnen und Bürger spürbar erleichtern.“

Kooperation als Innovationsmotor

Auch Dominik Hofmann, Mitgründer des Heimathafens Wiesbaden, hebt die Bedeutung der Zusammenarbeit hervor: „Public Next zeigt, welches Potenzial entsteht, wenn Verwaltung und Kreativwirtschaft offen zusammenarbeiten.

In diesem Projekt ging es nicht um fertige Lösungen von der Stange, sondern um gemeinsames Lernen, Ausprobieren und Weiterentwickeln. Genau daraus entstehen nachhaltige Innovationen.“

Servicedesign als Leitprinzip

Svenja Bickert-Appleby ergänzt aus Sicht des Servicedesigns: „Wenn Verwaltungsprozesse aus Sicht der Nutzenden gedacht werden, entstehen Lösungen, die verständlich, verlässlich und alltagstauglich sind.

In Public Next konnten wir diese Perspektive gemeinsam mit der Verwaltung systematisch einbringen und weiterentwickeln.“

Ergebnisse und Ausblick

Zu den Resultaten des Projekts zählen neue Ansätze für verständlichere Kommunikation, vereinfachte Abläufe in ausgewählten Servicebereichen sowie Impulse für mehr Beteiligung und Transparenz.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Entwicklung neuer Formen der Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Kreativwirtschaft, die langfristig in der städtischen Arbeit verankert werden sollen.

Fortführung der Zusammenarbeit

Gefördert wurde das Projekt durch das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum.

Die Landeshauptstadt Wiesbaden plant, die erarbeiteten Methoden und Ideen gemeinsam mit dem Zukunftswerk, New Order Design und dem Heimathafen in weiteren Projekten fortzuführen.

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