Feuerwehreinsatz
Kellerbrand in Wiesbaden – Eine Person gerettet und Wohnhaus komplett evakuiert
Nächtlicher Großeinsatz im Wiesbaden Westend. Ein Kellerbrand sorgt am frühen Montagmorgen für massive Verrauchung in einem Wohnkomplex. Eine Person musste von der Feuerwehr aus dem Haus gerettet, 17 weitere evakuiert werden. Während des Einsatzes ging ein weiterer Notruf in der Rettungsleitelle Wiesbaden ein. Ein Disponent leistete Telefongeburtshilfe für den kleinen Anton.
Fotos: Feuerwehr Wiesbaden
Es war eine unruhige Nacht für die Wiesbadener Rettungskräfte. Gegen 1:40 Uhr am frühen Montagmorgen, 2. Februar, meldeten Bewohner eine starke Rauchentwicklung in der Wellritzstraße. Beim Eintreffen der ersten Einheiten der Berufsfeuerwehr drückte bereits dichter, schwarzer Qualm aus einem Gebäudekomplex, bestehend aus einem Vorder- und einem Hinterhaus.
Polizei leitet Evakuierung ein – Rettung mit Fluchthaube
Bereits vor Eintreffen des Löschzuges hatten Polizeikräfte vom nahe gelegene n1. Revier Geistesgegenwart bewiesen und mit der Räumung des Objekts begonnen. Die Feuerwehr setzte umgehend mehrere Trupps unter Atemschutz ein. Die Lage im Vorderhaus war besonders kritisch. Eine Person musste von den Brandschützern mittels einer Fluchthaube durch das völlig verrauchte Treppenhaus ins Freie gerettet werden. Um sicherzustellen, dass sich niemand mehr in den Wohnungen befand, mussten die Einsatzkräfte mehrere Türen gewaltsam öffnen.
18 Bewohner im ESWE-Bus versorgt
Insgesamt sichtete der Rettungsdienst vor Ort 18 Personen. Um die Bewohner vor der nächtlichen Kälte zu schützen, forderte die Einsatzleitung einen Gelenkbus der ESWE Verkehr an. Dort wurden die Betroffenen vom Betreuungszug des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) und der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) sowie der Seelsorge im Notfall betreut. Glücklicherweise musste niemand in ein Krankenhaus transportiert werden – alle Bewohner kamen mit dem Schrecken davon.
Massives Aufgebot an Freiwilligen Feuerwehren
Aufgrund der Intensität des Brandes und des hohen Bedarfs an Atemschutzgeräten wurde die Berufsfeuerwehr von zahlreichen Freiwilligen Wehren unterstützt. Die Einheiten aus Stadtmitte, Bierstadt, Dotzheim und Sonnenberg waren vor Ort im Einsatz, während die Freiwillige Wehr Rambach den Grundschutz für das restliche Stadtgebiet auf der Feuerwache 1 sicherstellte. Nach den Löscharbeiten folgten umfangreiche Belüftungsmaßnahmen, um die Gebäude vom giftigen Brandrauch zu befreien.
Telefongeburt mit Hilfe der Rettungsleitstelle
Trotz des laufenden Großeinsatzes bewiesen die Disponenten in der Zentralen Leitstelle Wiesbaden Multitasking-Fähigkeiten auf höchstem Niveau. Während die Funkgeräte wegen des Brandes in der Wellritzstraße glühten, ging ein Notruf einer werdenden Mutter ein.
Da keine Zeit mehr für den Transport blieb, unterstützte ein Einsatzbearbeiter die Eltern telefonisch bei der Entbindung. Mit Erfolg: Der kleine Anton erblickte noch vor Eintreffen des Notarztes das Licht der Welt. Mutter und Kind sind wohlbehalten und wurden im Anschluss in eine Klinik gebracht. Ein emotionaler Höhepunkt in einer ansonsten herausfordernden Nacht.
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