Öffentlicher Personennahverkehr

Mega-Streik am Montag: Stillstand im Busverkehr – So kommen Sie trotzdem ans Ziel

Paukenschlag zum Wochenstart: Die Gewerkschaft ver.di macht Ernst und legt am Montag, 2. Februar, den öffentlichen Nahverkehr in Wiesbaden und dem ganzen Rhein-Main-Gebiet fast vollständig lahm. Während ESWE Verkehr im Depot bleibt, bangen Pendler und Schüler um ihren Weg zur Arbeit oder in den Unterricht. Wir verraten Ihnen, welche Linien trotzdem rollen und mit welchen Alternativen Sie das drohende Verkehrschaos umfahren.

Von: |Erschienen am: 1. Februar 2026 17:17|

Symbolfoto

Die Gewerkschaft ver.di hat im Rahmen eines bundesweiten Warnstreiks zur Arbeitsniederlegung im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) auf. Wer am Montagmorgen, 2. Februar, wie gewohnt auf den Bus wartet, wird enttäuscht. In der hessischen Landeshauptstadt stehen die Räder still. Im Rahmen des Warnstreiks hat ver.di die Beschäftigten von ESWE Verkehr zur Arbeitsniederlegung aufgerufen. Da zeitgleich auch in Frankfurt, Offenbach und Mainz gestreikt wird, ist das gesamte Rhein-Main-Gebiet von einem massiven Mobilitäts-Lockdown betroffen. Das einzige Bundesland, in dem nicht gestreikt werden soll, ist Niedersachsen. Dort gilt noch die Friedenspflicht.

Streik  morgens bis tief in die Nacht

Die Streikmaßnahmen lassen keinen Spielraum für den Berufsverkehr. Bereits ab 3:00 Uhr morgens bleiben die Busse im Depot. Erst in der Nacht auf Dienstag (3. Februar) wird mit einer Normalisierung gerechnet. Das bedeutet für Wiesbaden: Ein ganzer Tag ohne den gewohnten Takt von ESWE Verkehr. Auch die Mainzer Mobilität wird bestreikt, was den Pendelverkehr über die Theodor-Heuss-Brücke zur Geduldsprobe macht.

Notfall-Fahrplan – Diese Linien fahren trotz Streik

Ein kleiner Lichtblick bleibt: Da Partnerunternehmen und einige Regionalbus-Anbieter – diese gehören zur Privatwirtschaft – nicht direkt vom Warnstreik betroffen sind, werden einzelne Linien voraussichtlich bedient. Rechnen Sie jedoch auch hier mit Überfüllung und Verspätungen.

Folgende Linien verkehren (voraussichtlich):

  • Partnerlinien: Die Linien 5, 28, 39 und 46 sollen nach aktuellem Stand fahren.

  • Regionalbusse: Busse, die aus dem Umland (Rheingau-Taunus-Kreis etc.) nach Wiesbaden hineinführen, sind weitestgehend im Einsatz.

  • S-Bahnen & Regionalzüge: Die Züge der Deutschen Bahn und des RMV (S1, S8, S9, RB10, RB75 etc.) sind nicht vom ver.di-Streik betroffen und bieten eine wichtige Ausweichmöglichkeit für Fahrten innerhalb der Stadt (z.B. zwischen Hauptbahnhof, Biebrich, Schierstein oder Erbenheim).

Service-Infos – Mobilitätsinfos bleiben zu

Wichtig für alle Fahrgäste: Die Mobilitätsinfos am Hauptbahnhof und am Luisenplatz bleiben am Montag geschlossen.

  • Beratung: Nur die Mobilitätszentrale in der Marktstraße ist von 8:00 bis 18:00 Uhr besetzt.

  • Digital: Die ESWE Tickets App sowie die Webseite eswe-verkehr.de/warnstreik bieten Live-Updates.

Tipps für Pendler – So entgehen Sie dem Chaos

Da viele Menschen auf das Auto umsteigen werden, ist mit verstopften Einfallstraßen wie der Mainzer Straße, Berliner Straße der Schiersteiner Straße und dem Kaiser-Friedrich-Ring sowie Konrad-Adenauer-Ring  zu rechnen. Auch die Biebricher Allee wird morgens und abends voll.

Unsere Empfehlungen:

  1. Fahrrad und E-Scooter: Für Strecken innerhalb der City die schnellste Wahl.

  2. Schienennahverkehr nutzen: Prüfen Sie, ob Sie innerhalb Wiesbadens mit Regionalzügen (z.B. vom Hauptbahnhof nach Erbenheim oder Biebrich) vorankommen.

  3. Fahrgemeinschaften: Schließen Sie sich mit Kollegen zusammen.

  4. Homeoffice: Sofern möglich, ist dies am Montag der sicherste Weg, um den Nervenkrieg auf den Straßen zu vermeiden.

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