Soziale Zukunft
SPD stößt umfassendes Programm für Wiesbadener Senioren an
Wiesbaden steht vor einem wichtigen sozialpolitischen Schritt: Ein neues Programm soll dafür sorgen, dass ältere Menschen künftig noch besser unterstützt werden, im Alltag, im Quartier und in ihrer Selbstständigkeit. Welche Bereiche dabei besonders in den Blick rücken und warum die Stadt jetzt handeln will, zeigt ein genauerer Blick auf den Vorstoß der SPD-Fraktion.
Foto: Logo SPD Wiesbaden
Ein umfassendes Handlungsprogramm für ältere Menschen soll die Landeshauptstadt Wiesbaden erhalten. Ein Antrag der SPD-Fraktion wurde von der Stadtverordnetenversammlung in den Sozialausschuss überwiesen und soll dort voraussichtlich am 28. Januar beschlossen werden.
Ziel ist es, die Altenarbeit in der Stadt strategisch weiterzuentwickeln und auf zukünftige Herausforderungen auszurichten.
Orientierung am Jugendprogramm
Das geplante Konzept soll sich am erfolgreichen Handlungsprogramm Jugend in Wiesbaden orientieren, das seit Jahren kontinuierlich umgesetzt wird und zahlreiche Verbesserungen für junge Menschen gebracht hat.
Ein vergleichbares Vorgehen soll nun auch für die ältere Bevölkerung etabliert werden.
Bedarfsgerechte Angebote im Fokus
Die sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion in Wiesbaden, Susanne Hoffmann-Fessner, betont die Bedeutung eines solchen Programms: „Viele ältere Menschen möchten möglichst lange selbstbestimmt leben, aktiv am gesellschaftlichen Leben teilhaben und im eigenen Umfeld gut versorgt sein. Damit dies gelingt, braucht es ausreichend erreichbare, verständliche und bedarfsgerechte Angebote.“
Um diese Voraussetzungen zu schaffen, sollen bestehende Strukturen systematisch analysiert, transparenter gestaltet und gezielt weiterentwickelt werden.
Breites Spektrum an Themen
Das geplante Handlungsprogramm soll zentrale Lebensbereiche älterer Menschen berücksichtigen. Dazu zählen Gesundheit und Prävention, soziale Teilhabe, Wohnen, Mobilität, Digitalisierung sowie quartiersnahe Unterstützung.
Bewährte Angebote für Senioren und Netzwerke sollen gestärkt und Teilhabe durch neue Maßnahmen sinnvoll ergänzt werden.
Demografische Entwicklung als Treiber
Die Notwendigkeit eines solchen Programms zeigt auch der Blick auf die Bevölkerungsentwicklung. Derzeit sind rund 20 Prozent der Wiesbadener über 65 Jahre alt. Bis 2040 wird ein Anstieg um etwa 23 Prozent erwartet, auf dann rund 71.900 Personen.
Seit mehr als vier Jahrzehnten bieten die Beratungsstellen für selbständiges Leben im Alter sowie die kommunale offene Altenarbeit zentrale Unterstützung. Zusätzlich engagieren sich Netzwerke wie GereNetz und die Akademie für Ältere seit vielen Jahren für Teilhabe, Selbstständigkeit und ein aktives Leben im Alter.
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