Kommunalwahl 2026
FREIE WÄHLER präsentieren Rekordliste und fordern Neustart für Wiesbaden
Mit einem ungewöhnlich umfangreichen Wahlprogramm, einer breit aufgestellten Kandidatenliste und deutlichen Ansagen an die Stadtregierung eröffnen die FREIE WÄHLER den Kommunalwahlkampf in Wiesbaden. Die Partei setzt auf klare Kante, konkrete Lösungen und einen selbstbewussten Führungsanspruch und macht damit klar, wohin sie die Stadt steuern will.
Foto: Freie Wähler Wiesbaden
Die FREIE WÄHLER Wiesbaden haben ihren Wahlkampf für die Kommunalwahl 2026 mit einer deutlichen Positionierung eröffnet.
Mit der Präsentation ihres Programms unter dem Titel „Wiesbadens Zukunft ist orange – Anpacken für Wiesbaden“ sowie einer umfangreichen Kandidatenliste möchte die Partei zeigen, dass sie einen grundlegenden politischen Neuanfang in der Landeshauptstadt anstrebt.
Forderung nach einem Neustart
Nach Einschätzung der FREIE WÄHLER ist die Stadt seit längerer Zeit von ideologischen Auseinandersetzungen, blockierten Entscheidungsprozessen und einer geschwächten Verwaltung geprägt. Die Partei betont, dass kommunale Politik vor allem praktische Lösungen für die Bevölkerung liefern müsse.
Das vorgestellte Programm zählt zu den umfangreichsten Konzepten, die je für eine Kommunalwahl in Wiesbaden ausgearbeitet wurden. Es umfasst Themen wie Wohnraum, Verkehr, Sicherheit, Innenstadtentwicklung, Bildung, Familienpolitik, Wirtschaft, Umwelt, Integration und Finanzen.
Schwerpunkt auf sachorientierter Politik
Die FREIE WÄHLER heben hervor, dass sie auf eine Politik setzen, die Entscheidungen trifft und Verantwortung übernimmt.
Sie wenden sich gegen eine Verwaltung, die Probleme lediglich verwaltet. Ziel sei es, die Handlungsfähigkeit der Stadt zu stärken und politische Prozesse transparenter und bürgernäher zu gestalten.
Breite Kandidatenliste
Mit 74 Bewerbern für die Stadtverordnetenversammlung stellt die Partei eine besonders vielfältige Liste vor. Die Kandidaten stammen aus unterschiedlichen beruflichen und gesellschaftlichen Bereichen.
Die FREIE WÄHLER verstehen diese Vielfalt als Signal gegen eine Politik, die sich aus ihrer Sicht zu häufig in parteiinternen Strukturen verliert.
Spitzenkandidaten und verkehrspolitische Ziele
Die Liste 15 wird von Matthias Bedürftig, Yannis Stegmann, Eike Stefan Kreft, Michaela Berndt und Benjamin Rau angeführt. Matthias Bedürftig formuliert die verkehrspolitischen Ziele der Partei mit den Worten: „Wiesbaden steckt beim Thema Verkehr fest – und das ist hausgemacht.
Wir treten mit unserem Programm an, um den Verkehrsdezernenten abzulösen und Verkehrspolitik endlich wieder funktional, verständlich und bürgernah zu gestalten. Stau, Frust und Stillstand und schlecht organisierte Baustellen sind kein Naturgesetz. Unsere Schwerpunkte sind klar: flüssiger Verkehr ohne ideologische Scheuklappen, spürbar mehr Sicherheit im öffentlichen Raum und eine Innenstadt, die nicht weiter ausgebremst, sondern wieder belebt wird.“
Kritik an bestehenden Verkehrsstrukturen
Die FREIE WÄHLER sprechen sich gegen große verkehrspolitische Projekte aus, die sie als ideologisch motiviert betrachten. Sie lehnen die Citybahn ab und befürworten die Reaktivierung der Aartalbahn. Zudem fordern sie eine grundlegende Neuorganisation des Verkehrsdezernats.
Maßnahmen wie uneinheitliche Temporegelungen und die Pförtnerampel sollen nach ihrer Vorstellung überprüft oder abgeschafft werden. Auch Verkehrsführungen, die aus ihrer Sicht zu unnötigen Umwegen führen, sollen korrigiert werden.
Innenstadt und Einzelhandel im Fokus
Die Partei sieht die Entwicklung der Innenstadt kritisch und fordert eine Stärkung des Einzelhandels. Dafür seien bessere Angebote im öffentlichen Nahverkehr, im Individualverkehr sowie ein überarbeitetes Parkraumkonzept notwendig.
Onlinehandel und große Einkaufszentren außerhalb der Stadt könnten nach Ansicht der FREIE WÄHLER nicht die Lösung für die Herausforderungen der Innenstadt sein.
Familienpolitik als weiterer Schwerpunkt
Spitzenkandidat Yannis Stegmann betont die Bedeutung familienpolitischer Maßnahmen im Wahlkampf. Er erklärt: „Kostenfreie Bildung ab der Krippe ist kein Luxus, sondern eine Frage der Fairness. Familien brauchen echte Entlastung und verlässliche Rahmenbedingungen. Genau das wollen wir in Wiesbaden umsetzen.“
Engagement in Stadtteilen und Gremien
Die FREIE WÄHLER treten nicht nur für die Stadtverordnetenversammlung an, sondern auch in sechs Ortsbeiräten. Zusätzlich stellen sie Kandidaten für den Ausländerbeirat. Die Partei betont, dass sie dort für klare Regeln und deren konsequente Umsetzung eintreten möchte.
Die jüngsten Diskussionen rund um die Wellritzstraße werden als Beispiel dafür genannt, dass Integration nur gelingen könne, wenn Regeln für alle gleichermaßen gelten. Die Partei berichtet von einer hohen Zahl an Unterstützungsunterschriften und positiven Rückmeldungen aus der Bürgerschaft. Dies wertet sie als Bestätigung ihres politischen Ansatzes.
Einordnung in den bundesweiten Trend
Nach Einschätzung der FREIE WÄHLER zeigt sich bundesweit eine wachsende Unterstützung für Parteien, die pragmatische Lösungen anbieten.
Die Partei verweist auf zahlreiche kommunale Mandatsträger in Deutschland und betont ihre klare Haltung gegen Extremismus sowie ihre Verankerung in der freiheitlich-demokratischen Grundordnung.
Ziel für die Kommunalwahl
Die FREIE WÄHLER Wiesbaden erklären: „Es wird Zeit, dass diese Form der Politik auch in der hessischen Landeshauptstadt Einzug hält.“ Sie streben den Einzug in Fraktionsstärke mit vier bis fünf Sitzen an und erinnern daran, dass es bei der Kommunalwahl keine Fünf-Prozent-Hürde gibt.
Das Wahlprogramm der Freien Wähler Wiesbaden steht hier zum Download zur Verfügung.
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