Lebensrettender Einsatz

Rettung in eisiger Nacht: Stadtpolizei findet unterkühlte Frau an Wiesbadener Bushaltestelle

Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt entdeckte eine Streife der Stadtpolizei in der Nacht zu Donnerstag eine hilflose Frau in Wiesbaden. Diese war bereits stark unterkühlt und desorientiert. Nur durch das schnelle Eingreifen der Ordnungshüter und Rettungskräfte konnte Schlimmeres verhindert werden.

Von: |Erschienen am: 22. Januar 2026 16:04|

Symbolfoto

Die aktuellen Nächte sind kalt. Um 1:26 Uhr in der Nacht zum Donnerstag, 22. Janaur, stieß eine Streife der Stadtpolizei im Rahmen ihrer regelmäßigen Kontrollgänge für obdachlose und hilflose Personen auf eine Frau im Bereich der Bushaltestelle Luisenstraße in Wiesbaden. Die Person wirkte nicht nur entkräftet, sondern zeigte bereits deutliche Anzeichen einer gefährlichen Unterkühlung.

Körpertemperatur bei nur 34 Grad

Obwohl die Frau zunächst jede Hilfe ablehnte, ließen die Stadtpolizisten nicht locker. In einem einfühlsamen Gespräch gelang es ihnen, der Frau warmen Tee anzureichen. Da die Betroffene jedoch einen zunehmend desorientierten Eindruck machte, forderten die Beamten umgehend einen Rettungswagen sowie die Unterstützung der Landespolizei an.

Die medizinische Untersuchung vor Ort bestätigte den schlimmen Verdacht. Die Körpertemperatur der Frau war bereits auf 34,1° C abgesunken. Bei einer Außentemperatur von -3 bis -4 Grad stuften die Einsatzkräfte die Situation als unmittelbar lebensgefährlich ein. Ohne Hilfe hätte die Nacht für die Frau tödlich enden können.

Gemeinsamer Einsatz von Stadtpolizei, ASB und Landespolizei

Bis zum Eintreffen weiterer Unterstützung durfte sich die Frau im warmen Rettungswagen des ASB aufwärmen. Gegen 2:15 Uhr übernahm schließlich die Landespolizei die weitere Versorgung und die sichere Verbringung der Frau in eine geeignete Einrichtung.

Die Stadtpolizei bedankte sich ausdrücklich bei den Rettungssanitätern des ASB für die reibungslose und schnelle Zusammenarbeit in dieser frostigen Nacht.

Dringender Appell „Bitte sehen Sie nicht weg!“

Angesichts der anhaltenden Kältewelle richtet die Stadtpolizei einen wichtigen Appell an alle Wiesbadenerinnen und Wiesbadener: Zivilcourage kann Leben retten. „Gerade in extrem kalten Nächten bitten wir die Bürger, aufmerksam zu sein“, so ein Sprecher. Sollten Ihnen hilflose Personen auffallen, die der Witterung schutzlos ausgeliefert sind, zögern Sie nicht:

  • Sprechen Sie die Person an, falls dies gefahrlos möglich ist.

  • Informieren Sie umgehend die Polizei oder den Notruf, wenn eine Person in Gefahr scheint.

In Wiesbaden sind die Streifen der Stadtpolizei verstärkt unterwegs, um Menschen ohne festen Wohnsitz vor dem Kältetod zu bewahren. Doch die Wachsamkeit der Bevölkerung bleibt die wichtigste Unterstützung.

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