Zwischenbilanz
Route 65 wird zum Kulturmagnet: Wiesbaden feiert starkes erstes Jahr
Nach zwölf Monaten Laufzeit zeigt sich: Die Route 65 hat in Wiesbaden mehr bewegt, als viele erwartet hätten. Neue Impulse, frische Zielgruppen und ein überraschender internationaler Effekt sorgen dafür, dass die Stadt anders wahrgenommen wird. Dieser rasante Erfolg hat viele Gründe. Das Jahr 2026 dürfte noch spannender werden.
Symbolfoto
Ein Jahr nach der offiziellen Vorstellung der Kultur Route 65 meldet die Landeshauptstadt Wiesbaden deutliche Erfolge. Das Netzwerk aus inzwischen 36 Kulturinstitutionen, Museen, Bühnen und seit Sommer 2025 auch zahlreichen Galerien hat sich in kurzer Zeit zu einem modernen, gut sichtbaren und international anschlussfähigen Angebot entwickelt.
Digitale Zugänge und neue Zielgruppen
Bürgermeisterin Christiane Hinninger (Bündnis 90/Die Grünen) hebt die Dynamik des Projekts hervor: „Wir haben in nur einem Jahr eine moderne Kulturmarke aufgebaut, die auch über Wiesbaden hinaus Wirkung entfaltet. Die Kultur Route 65 zeigt eindrucksvoll, wie vielfältig und lebendig Wiesbadens Kulturlandschaft ist.“
Die plazy-App spiele dabei eine zentrale Rolle. „Durch die digitale Ergänzung über die plazy-App wird Kultur für alle Zielgruppen zugänglich – mehrsprachig, barrierearm und intuitiv. Besonders freut mich, dass wir neben den klassischen Institutionen nun auch Galerien einbinden und damit neue Wege für Kunstbegeisterte eröffnen.“ Die App stellt Inhalte in mehr als zehn Sprachen bereit und ermöglicht personalisierte Kulturentdeckungen per Smartphone.
Breite Präsenz im Stadtbild und darüber hinaus
Im ersten Jahr wurde die Kultur Route 65 intensiv beworben. Eine groß angelegte Beilage im sensor-Magazin, Plakate im öffentlichen Raum und Hinweise im Fußgängerleitsystem sorgten für Sichtbarkeit in der Stadt. International wurde die Marke durch Postkarten auf Messen wie CMT und ITB sowie durch eine digitale Kampagne der Deutschen Zentrale für Tourismus in den USA gestärkt.
Online begleiteten Social-Media-Beiträge, Instagram-Reels und eine eigene Microsite auf wiesbaden.de das Projekt. Ergänzend wurden erste Emaille-Schilder für Kulturpartner produziert.
Impuls durch das virale „Ophelia“-Gemälde
Einen besonderen Schub erhielt Wiesbaden durch die internationale Aufmerksamkeit für das Jugendstilgemälde „Ophelia“ von Friedrich Heyser im Hessischen Landesmuseum, das als Inspirationsquelle für Taylor Swifts Musikvideo „Fate of Ophelia“ weltweit Beachtung fand. Das Museum verzeichnet seitdem einen deutlichen Besucheranstieg, vor allem bei jüngeren Gästen.
Begleitende Veranstaltungen wie Führungen, Vorträge, Social-Media-Aktionen und eine Schnitzeljagd stießen auf große Nachfrage. Die WICM unterstützte die Reichweite durch gezielte digitale Kommunikation.
Tourismuspotenzial und Ausblick
Martin Michel, Geschäftsführer der Wiesbaden Congress & Marketing GmbH, sieht in der Entwicklung ein starkes Signal: „Die hervorragende Zusammenarbeit mit unseren Partnern, die digitale Weiterentwicklung der plazy-App und die Präsenz auf internationalen Märkten zeigen das große Potenzial kultureller Themen für den Tourismus.
Der Erfolg rund um ‚Ophelia‘ hat eindrucksvoll verdeutlicht, wie wir neue Zielgruppen erreichen können, auch international. Dieses Momentum möchten wir 2026 weiter ausbauen.“
Pläne für 2026
Für das kommende Jahr plant die WICM eine Erweiterung der Partnerlandschaft, zusätzliche internationale Marketingmaßnahmen und neue digitale Funktionen in der plazy-App. Die Kultur Route 65 soll damit noch sichtbarer, interaktiver und relevanter für Einheimische, Gäste und Kulturreisende werden.
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