Kunsthaus Wiesbaden

Ein Jahr voller Perspektiven, Impulse und internationaler Stimmen

Im Kunsthaus Wiesbaden kündigt sich ein Jahr an, das weit über klassische Ausstellungen hinausgeht. Internationale Positionen, neue digitale Wege und ein deutlicher Blick auf gesellschaftliche Fragen prägen das Programm. Wer wissen möchte, welche künstlerischen Begegnungen, Experimente und überraschenden Kooperationen 2026 auf dem Schulberg warten, sollte einen genaueren hinsehen, denn hinter den Ankündigungen steckt weit mehr, als es auf den ersten Blick scheint.

Von: |Erschienen am: 19. Januar 2026 16:30|

Foto: Frank Möllenberg

Sein Programm für das Jahr 2026 stellt das Kunsthaus Wiesbaden vor und setzt dabei auf internationale Positionen, Erinnerungskultur sowie den Ausbau digitaler Angebote.

Insgesamt sechs Ausstellungen und neue Vermittlungsformate sollen den Austausch über gesellschaftlich relevante Themen fördern. Zudem startet die Artothek mit einer neuen Online-Datenbank, über die Werke der städtischen Sammlung ausgeliehen werden können.

Aktuelle Ausstellung und Auftakt ins Jahresprogramm

Noch bis Samstag, 14. Februar, ist in der Kunsthalle die Schau „Why are you creative? by Hermann Vaske“ zu sehen. Die letzte kostenfreie Führung findet am Donnerstag, 5. Februar, um 18:00 Uhr statt.

Ab dem 12. Februar übernimmt das Stadtarchiv Wiesbaden die Aula und zeigt dort die Ausstellung „Rosa Winkel. Als homosexuell verfolgte Häftlinge in den Konzentrationslagern Buchenwald und Mittelbau-Dora“. Die Eröffnung ist für Mittwoch, 11. Februar, um 19:00 Uhr geplant.

Künstliche Intelligenz und neue Perspektiven

Von Freitag, 27. Februar, bis Sonntag, 1. März, präsentiert das Hessische Staatsballett gemeinsam mit dem Studiengang Expanded Media der Hochschule Darmstadt das Projekt „Motion Creation Design“.

Die Produktion widmet sich der Frage, welche Rolle Künstliche Intelligenz in der Kunst einnehmen kann.

Themenschwerpunkt Erinnerungskultur

Ein zentraler Programmpunkt ist die Ausstellung „Memory in Action: Marcelo Brodsky“, die von Donnerstag, 26. März, bis Sonntag, 28. Juni, in der Kunsthalle gezeigt wird. Die Premiere findet in Kooperation mit „Mishpocha“ des Jüdischen Museums Frankfurt und im Rahmen der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 statt.

Klangkunst und internationale Kooperationen

Im Mai folgt die Installation „An den Grenzen des Pulses“ des mexikanischen Künstlers Wingel Mendoza. Sie ist vom 20. bis 31. Mai in der Aula zu sehen und Teil des Projektstipendiums der Internationalen Maifestspiele. Ein Konzert findet am 29. Mai um 19.30 Uhr statt.

Rückkehr einer bekannten Künstlerin

Von Donnerstag, 27. August, bis Sonntag, 8. November, zeigt das Kunsthaus die Ausstellung „Autum Leaves“ von Grace Schwindt. Im Zentrum steht die Arbeit „Witnesses“, die 2022 für die Biennale in Busan entstand und erstmals in Europa in erweiterter Form präsentiert wird.

Jahresabschluss mit Preisträgerausstellung

Zum Jahresende folgt ab Donnerstag, 3. Dezember, die Ausstellung des Christa Moering-Preisträgers Titus Grab. Die Schau ist dem Themenschwerpunkt „Perspektive“ gewidmet und läuft bis Februar 2027.

Beteiligung an stadtweiten Kulturereignissen

Das Kunsthaus beteiligt sich auch 2026 an mehreren städtischen Kulturveranstaltungen, darunter die 24. Kurze Nacht der Galerien und Museen am 11. April, der Internationale Museumstag am 17. Mai sowie der Tag des offenen Denkmals am 13. September, an dem auch Ateliers geöffnet werden.

Kontakt und Öffnungszeiten

Das Kunsthaus Wiesbaden am Schulberg 10 ist dienstags bis sonntags sowie an Feiertagen von 11:00 bis 17:00 Uhr geöffnet, donnerstags bis 19:00 Uhr. Weitere Informationen sind unter www.wiesbaden.de/kunsthaus erhältlich.

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