Wetter

Glatteis-Bilanz: Wiesbaden entgeht dem Chaos – Rettungsdienst jedoch gefordert

Die befürchtete Wetter-Katastrophe zum Wochenstart ist in Wiesbaden weitgehend ausgeblieben. Dank Homeoffice und Vorsicht auf den Straßen hielten sich Unfälle und Verspätungen am Montagmorgen in Grenzen. Erst am späten Vormittag stiegen die Einsatzzahlen für den Rettungsdienst sprunghaft an – die Stadt rüstete personell nach.

Von: |Erschienen am: 12. Januar 2026 16:15|

Daniel Becker

Nach den eindringlichen Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) blickte Wiesbaden am Montagmorgen, 12. Januar, gespannt auf die Straßen. Doch das befürchtete Verkehrschaos blieb aus. Viele Pendler beherzigten die Warnungen, ließen das Auto stehen oder wichen auf das Homeoffice aus, was die Lage auf den Hauptverkehrsadern spürbar entspannte.

Glimpflicher Morgen, aber Sturzverletzungen am Vormittag

Während die Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes vergleichsweise ruhig durch die Nacht und die ersten Morgenstunden kamen, änderte sich das Bild am späten Vormittag. Mit einsetzendem Eisregen stiegen die Unfallzahlen im Stadtgebiet an.

Besonders Fußgänger wurden Opfer der tückischen Glätte. Zu den regulären Einsätzen kamen zahlreiche Verletzungen durch Stürze auf Gehwegen hinzu. Um die Versorgung der Patienten sicherzustellen, alarmierte die Leitstelle eine Rettungsdienstverstärkung. Hierdurch konnten kurzfristig drei zusätzliche Rettungswagen in den Dienst genommen werden.

Busverkehr: Einschränkungen vor allem in Höhenlagen

Auch der öffentliche Nahverkehr kam glimpflicher davon als zunächst befürchtet, wenngleich es zu Beeinträchtigungen im gesamten Liniennetz von ESWE Verkehr kam. Der starke Schneefall der Nacht führte zu Verspätungen und dazu, dass einige Haltestellen nicht angefahren werden konnten.

Besonders betroffen waren die Linien: 4, 5, 8, 14, 18, 20, 21, 22, 24, 26, 33, 34, 39 und 46. Vor allem in den höher gelegenen Stadtteilen und Außenbereichen mussten Fahrgäste Geduld aufbringen, da die Sicherheit des Fahrpersonals und der Passagiere Vorrang hatte.

Ein paar Glatteisunfälle

Die Polizei berichtete nur von wenigen Unfällen in der Region nach dem Schnee- und Eisregen in der Nacht zum Montag und am Tag. Es kam zu ein paar Blechschäden ohne größere Folgen oder Verletzten.

Ausblick – Milderung beendet die Glatteis-Gefahr

Die gute Nachricht für alle Verkehrsteilnehmer, die Zitterpartie ist bald vorbei. In den kommenden Tagen steigen die Temperaturen deutlich an. Mit der einsetzenden Milderung entspannt sich die Situation auf den Straßen und Gehwegen nachhaltig, sodass keine akute Glättegefahr mehr besteht.

Dennoch mahnen die Einsatzkräfte für den restlichen Montagabend weiterhin zur Vorsicht auf Gehwegen und Nebenstraßen.

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