Politische Bildung
Wiesbadens OB Mende eröffnet Ausstellung „Rechter Terror in Hessen“
Im Rathausfoyer wird in der kommenden Woche eine Ausstellung präsentiert, die sich mit verschiedenen Formen rechter Gewalt in Hessen befasst. Fachleute aus der politischen Bildung geben zum Auftakt einen kurzen Einblick in die Hintergründe des Projekts. Die Schau zeigt ausgewählte Fälle und lädt Besucher dazu ein, sich vertiefend mit dem Thema auseinanderzusetzen.
Symbolfoto
Im Wiesbadener Rathaus am Schlossplatz 6 ist von Montag, 19. Januar, bis Freitag, 6. Februar die Ausstellung „Rechter Terror in Hessen“ zu sehen. Sie beleuchtet ein Kapitel hessischer Zeitgeschichte, das bis heute nachwirkt. Der Eintritt ist frei. Das Foyer des Rathauses ist montags bis freitags von 7:00 bis 18:30 Uhr sowie samstags von 9:00 bis 15:00 Uhr geöffnet.
Eröffnung der Ausstellung
Die Ausstellung wird am Montag, 19. Januar, um 18:00 Uhr offiziell eröffnet. Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende wird die Veranstaltung ebenso begleiten wie Felix Münch, stellvertretender Leiter der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung.
Anschließend geben die Kuratoren der Ausstellung, Sascha Schmidt und Yvonne Weyrauch, in einem Kurzvortrag Einblicke in Konzept und Inhalte.
Hintergrund des Ausstellungsprojekts
Die Ausstellung ist ein Projekt des DGB-Bildungswerks Hessen und wird von der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung gefördert.
Ziel ist es, historische Zusammenhänge sichtbar zu machen und aktuelle Debatten einzuordnen. Die Schirmherrschaft der Stadt unterstreicht die gesellschaftliche Relevanz des Themas.
Ein historischer Überblick
Die Jahre 2019 und 2020 markieren mit dem Mord an Dr. Walter Lübcke und dem Attentat von Hanau, das von einem Täter mit paranoider Schizophrenie begangen wurde, einen traurigen Höhepunkt rechter Gewalt in Hessen. Doch diese Taten stehen nicht isoliert.
Rechter Terror zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte des Bundeslandes. Seit seiner Gründung haben mindestens 20 Menschen infolge rechter Gewalt ihr Leben verloren.
Buch und Ausstellug
Die Politikwissenschaftler Sascha Schmidt und Yvonne Weyrauch haben diese Entwicklung in ihrem Buch „Rechter Terror in Hessen“ umfassend aufgearbeitet. Auf Basis ihrer Recherchen entstand nun die Ausstellung, die rechten Terror in seinen unterschiedlichen Erscheinungsformen darstellt.
Fotograf Mark Mühlhaus hat die Exponate visuell umgesetzt. Gezeigt werden ausgewählte Fälle schwerster rechter Gewalttaten aus allen Regionen Hessens seit Bestehen des Bundeslandes.
Expertise aus der politischen Bildung
Sascha Schmidt ist Politikwissenschaftler, aktiv im Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus und für Demokratie in Hessen sowie Leiter der Abteilung „extreme Rechte/Diskriminierung“ des DGB Hessen-Thüringen.
Yvonne Weyrauch ist ebenfalls Politikwissenschaftlerin, im selben Beratungsnetzwerk engagiert und als Dozentin in der politischen Bildung tätig. Ihre fachliche Perspektive prägt die inhaltliche Tiefe der Ausstellung.
Zielgruppen, Führungen und Kontakt
Die Ausstellung richtet sich an die interessierte Öffentlichkeit ebenso wie an Initiativen und Vereine der demokratischen Zivilgesellschaft, an Schüler ab 14 Jahren sowie an kommunale Einrichtungen und Träger.
Führungen sind nach vorheriger Absprache möglich. Interessierte können sich per E-Mail an wiesbaden@dgb.de wenden.
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