Stadtentwicklung
Frischer Wind am Thermalquellort: Historischer Kochbrunnenplatz wird klimafit umgestaltet – Bürgerbeteiligung startet
Er ist das historische Herzstück der Wiesbadener Quellentradition und eine grüne Oase zwischen Bergkirchenviertel und Innenstadt: Der Kochbrunnenplatz soll in den kommenden Jahren umfassend modernisiert und klimagerecht umgestaltet werden. Angesichts heißer Sommer und zunehmender Starkregenereignisse setzt die Stadt auf mehr Bäume, Entsiegelung und ein innovatives Regenwassermanagement – ohne die reiche Historie oder Traditionsfeste wie das Kranzplatzfest aus den Augen zu verlieren. Ab sofort können die Wiesbadenerinnen und Wiesbadener digital mitreden, Anfang Dezember folgt eine Ideenwerkstatt vor Ort.
Foto: Daniel Becker
Zwischen der geschichtsträchtigen Saalgasse, der eleganten Taunusstraße, der Georg-August-Zinn-Straße und dem Übergang zum traditionsreichen Kranzplatz liegt eines der markantesten Ensembles der hessischen Landeshauptstadt, der historische Kochbrunnenplatz. Nun steht dem Areal rund um den weltberühmten Trinkbrunnen und die heiße Thermalquelle eine umfassende Transformation bevor.
Die Stadt Wiesbaden erarbeitet derzeit ein neues Gesamtkonzept für den Platz und bindet die Öffentlichkeit von der ersten Minute an aktiv in die Planungen ein.
„Ort der Begegnung auch an heißen Sommertagen“
Wiesbadens Bürgermeisterin und Umweltdezernentin Christiane Hinninger (Die Grünen) betont die Notwendigkeit des Vorhabens vor dem Hintergrund spürbarer Klimaveränderungen. „Wir wollen den Kochbrunnenplatz so verändern, dass sich die Wiesbadenerinnen und Wiesbadener dort auch an heißen Sommertagen gern aufhalten. Denn nur durch die Anpassung an den Klimawandel bleibt der Kochbrunnenplatz ein Ort der Begegnung. Seine historische Bedeutung als bekanntesten Quellort Wiesbadens berücksichtigen wir natürlich. Wir laden alle Bürgerinnen und Bürgern ein, sich an der Umgestaltung zu beteiligen, um die Innenstadt noch lebenswerter zu machen“, so Hinninger.
Balanceakt zwischen Klimaresilienz, Denkmal und Festkultur
Für die Anwohnerinnen und Anwohner im eng bebauten Bergkirchenviertel sowie in der Innenstadt dient die Fläche als elementarer Naherholungs- und Freiraum. Gleichzeitig erfüllt der Platz repräsentative Aufgaben vor der Hessischen Staatskanzlei, zieht Kurgäste und Touristen an und verwandelt sich jedes Frühjahr beim beliebten Kranzplatzfest in eine lebendige Festmeile.
Damit der Platz diesen vielfältigen Ansprüchen auch in Zukunft gerecht wird, soll er gezielt gegen Überhitzung gewappnet werden. Geplant sind:
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Mehr Schatten & Grün: Gezielte Baumpflanzungen und Vegetationsflächen sollen das Mikroklima spürbar kühlen.
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Entsiegelung: Asphalt- und Steinböden werden dort geöffnet, wo es die Nutzung zulässt.
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Schwammstadt-Prinzip: Ein durchdachtes Regenwassermanagement soll Niederschläge bei Starkregen aufnehmen und im Boden speichern.
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Nutzungen bleiben erhalten: Alle bisherigen städtischen Feste und Events bleiben weiterhin uneingeschränkt möglich. Auch ein Spielplatz für Kinder sowie eine barrierefreie öffentliche Toilette sind fester Bestandteil der Planungen.
So können Sie mitgestalten – Online-Umfrage & Ideenwerkstatt vor Ort
Das Beteiligungsverfahren gliedert sich in zwei aufeinander aufbauende Phasen:
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Digitale Bürgerbeteiligung (Freitag, 6. bis Sonntag, 22. November 2026):
Auf der städtischen Beteiligungsplattform wiesbadenwirkt.de/kochbrunnenplatz können Interessierte ab sofort Hintergründe einsehen, Anregungen formulieren und ihre Wünsche digital einbringen.
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Ideenwerkstatt vor Ort (Dienstag, 1. und Mittwoch, 2. Dezember 2026):
An beiden Tagen stehen die beteiligten Stadtplanerinnen und Landschaftsarchitekten direkt am Kochbrunnenplatz für persönliche Gespräche bereit. In offenen Workshops können sich Bürger über Gestaltungsentwürfe austauschen und konkrete Vorschläge für einen grüneren Platz einbringen.
Genaue Zeitfenster, Tagesordnungen und Lagepläne für die Werkstatt-Tage werden laufend auf der Beteiligungsplattform aktualisiert.
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