Umgestaltung / Beteiligungsprozess

900 Quadratmeter frischer Beton: Wiesbaden plant neue Skateanlage im Kulturpark – Szene redet mit

Sie ist seit Jahren das Herzstück der Wiesbadener Rollsport-Szene: Die Skateanlage im Kulturpark am alten Schlachthofareal soll umfassend erneuert werden. Auf rund 900 Quadratmetern plant die Landeshauptstadt eine moderne, vielseitig befahrbare Anlage aus glattem Beton. Damit der Park perfekt auf die Bedürfnisse der Community zugeschnitten wird, startet das Grünflächenamt ein breit angelegtes Beteiligungsverfahren. Ab dem 6. November können Wünsche digital auf „Wiesbaden wirkt“ eingereicht werden, ergänzt durch zwei Vor-Ort-Workshops mit den Fachplanern in der Skatehalle.

Von: |Erschienen am: 6. November 2026 14:45|

Foto: Stadt Wiesbaden

Ob mit Board, Inlinern, Surfskate oder Scooter: Der Wiesbadener Kulturpark am Schlachthof ist der zentrale Hotspot für urbane Bewegung und Jugendkultur in der hessischen Landeshauptstadt. Nun rückt ein großes Upgrade für die Rollsport-Community näher. Die bestehende, stark beanspruchte Skateanlage wird von Grund auf erneuert.

Auf einer Fläche von rund 900 Quadratmetern soll eine zeitgemäße, langlebige und vielseitige Anlage komplett aus Ortbeton entstehen.

„Ihre Erfahrungen sind eine wichtige Grundlage“

Für die Planung und Umsetzung zeichnet das städtische Grünflächenamt verantwortlich. Dabei setzt die Stadtspitze darauf, die Jugendlichen und Sportler nicht vor vollendete Tatsachen zu stellen, sondern ihre Expertise von Beginn an einfließen zu lassen.

Wiesbadens Bürgermeisterin Christiane Hinninger (Die Grünen) betont die Bedeutung des Projekts: „Die neue Skateanlage soll ein Ort werden, an dem sich junge Menschen gerne treffen und gemeinsam aktiv sein können. Deshalb wollen wir diejenigen früh einbeziehen, die die Anlage später nutzen. Ihre Ideen und Erfahrungen sind eine wichtige Grundlage für die Planung.“

Betonanlagen bieten gegenüber älteren Holz- oder Metallrampen erhebliche Vorteile. Sie sind extrem witterungsbeständig, rollen leiser ab und ermöglichen flüssige, individuelle Linienführungen für alle Könnerstufen – vom Einsteiger bis zum versierten Street-Skater.

Digitale Beteiligung auf „Wiesbaden wirkt“

Vom Freitag, 6. November, bis Donnerstag, 10. Dezember, läuft die offizielle Online-Phase. Auf der städtischen Beteiligungsplattform wiesbadenwirkt.de/skatepark können alle Interessierten Wünsche zu spezifischen Hindernissen, Curbs, Rails, Ledges, Transition-Elementen sowie zur Aufenthaltsqualität direkt an die Planer übermitteln.

Zwei Vor-Ort-Workshops in der Skatehalle

Um den direkten Dialog zwischen der Szene und den Landschaftsarchitekten zu fördern, finden zwei offene Beteiligungsworkshops in der Skatehalle, Murnaustraße 2 statt:

  1. Ideen- und Anforderungssammlung (Donnerstag, 26. November 2026, ab 17:30 Uhr): Gemeinsam mit dem beauftragten Planungsbüro werden Vorstellungen, Wünsche und technische Details für die 900-Quadratmeter-Fläche diskutiert und gebündelt.

  2. Vorstellung des Vorentwurfs (Donnerstag, 21. Januar 2027, ab 17:30 Uhr): Die Planer präsentieren die weiterentwickelten Entwürfe, die auf den Ergebnissen der Online-Befragung und des ersten Treffens basieren, und feilen gemeinsam mit den Teilnehmenden an den Details.

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