Versuchte gefährliche Körperverletzung
Gefährliche Funde nach Halloween: Nagel und Nadel in Süßigkeiten in Wiesbaden entdeckt
Es ist eine beunruhigende Serie, die nach dem diesjährigen Halloween bundesweit für Schlagzeilen sorgt. In zahlreichen Städten Deutschlands meldeten Eltern gefährliche Fremdkörper in den Sammelbeuteln ihrer Kinder. Nun sind auch die perfiden Manipulationen in Wiesbaden bekannt geworden. Gleich zwei Fälle liegen der hiesigen Kriminalpolizei vor. Die Beamten ermitteln wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und raten Familien zur sofortigen Kontrolle der Vorräte.
Symbolfoto
Was sich in den vergangenen Tagen bereits in mehreren Regionen der gesamten Bundesrepublik wie ein böser Albtraum abzeichnete, ist nun auch in der hessischen Landeshauptstadt bittere Realität geworden. Bundesweit häuften sich nach dem 31. Oktober Berichte über gezielt manipulierte Süßigkeiten, in denen Nadeln, Rasierklingen oder Glassplitter versteckt worden waren. Jetzt bestätigen die Wiesbadener Polizei zwei konkrete Vorfälle direkt vor Ort.
Wie das Polizeipräsidium Westhessen mitteilt, stießen Kinder beim Auspacken ihrer Ausbeute auf spitze metallische Gegenstände.
Ein 13-jähriges Mädchen bemerkte beim Öffnen eines Schokoriegels eine spitze Nadel. Die Verpackung wirkte zuvor augenscheinlich original verschlossen und unbeschädigt. Ein achtjähriges Mädchen und sein siebenjähriges Geschwisterkind fanden beim Auspacken eines Kaubonbons einen Metallnagel.
Glücklicherweise bissen die Kinder in beiden Situationen nicht hinein. Verletzt wurde niemand, die alarmierten Eltern verständigten unverzüglich die Polizei.
Kriminalpolizei ermittelt wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung
Die perfiden Taten sind kein dummer Streich, sondern eine Straftat mit potenziell lebensgefährlichen Folgen. Die Kriminalpolizei in Wiesbaden hat offizielle Ermittlungen wegen des Verdachts einer versuchten gefährlichen Körperverletzung aufgenommen.
Die Ermittler prüfen nun, an welchen Adressen die Kinder von Haustür zu Haustür gezogen sind und ob es Parallelen zu den Vorfällen gibt, die derzeit quer durch Deutschland gemeldet werden.
Personen, die im Zusammenhang mit den Süßigkeiten oder verdächtigen Personen Beobachtungen gemacht haben, werden dringend gebeten, sich unter der Telefonnummer 0611 / 345-0 bei der Polizei zu melden.
Dringender Appell – Beutel gemeinsam mit Kindern durchforsten
Auch wenn die Polizei betont, dass kein Anlass besteht, gesammelten Süßigkeiten generell mit Panik zu begegnen, mahnen die Funde zu erhöhter Wachsamkeit. Erziehungsberechtigte sollten die Reste der „Süßes-oder-Saures“-Runde nicht unkontrolliert in Kinderhänden lassen:
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Gründlicher Check vor dem Verzehr: Alle Verpackungen genauestens unter hellem Licht begutachten. Weisen Folien oder Papierhüllen winzige Einstichstellen, Löcher, Risse oder Klebespuren auf?
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Ausschließlich original verschlossene Ware: Bereits geöffnete, lose oder verdächtig faltige Riegel und Tütchen sofort entsorgen.
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Lebensmittel abtasten: Weiche Süßigkeiten, Riegel und Kaubonbons vor dem Hineinbeißen kurz mit den Fingern abtasten, um metallische oder harte Widerstände im Inneren auszuschließen.
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Keine unverpackten Gaben: Selbstgemachtes Gebäck, lose Früchte oder unverpackte Bonbons aus unbekannten Quellen im Zweifel nicht verzehren.
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Kinder aufklären: Den Nachwuchs daran erinnern, gesammelte Leckereien niemals direkt unterwegs zu naschen, sondern immer erst daheim vorzulegen.
Werden verdächtige Funde gemacht, bittet die Polizei darum, das Lebensmittel mitsamt Verpackung nicht weiter anzufassen, sicher aufzubewahren und sofort die Leitstelle zu verständigen, damit Spuren gesichert werden können.
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