Ausstellung
Kammermusik-Schätze aus dem Keller: Stadtarchiv Wiesbaden würdigt Louise Langhans-Japha zum 200. Geburtstag
Sie lernte bei Robert und Clara Schumann, war eng mit Johannes Brahms befreundet und prägte mehr als drei Jahrzehnte das Musikleben in Wiesbaden. Anlässlich des 200. Geburtstags der herausragenden Komponistin und Pianistin Louise Langhans-Japha zeigt das Stadtarchiv Wiesbaden die Sonderausstellung „Dann will mein Lied ertönen“. Zu sehen sind sensationelle musikalische Manuskripte, die in den 1990er-Jahren in einem Wiesbadener Keller geborgen wurden und nun erstmals öffentlich präsentiert werden. An Hörstationen erwachen ihre Werke zu neuem Leben. Alle Details, Termine zur Kuratorenführung und Öffnungszeiten in unserem Artikel.
Foto: Privatbesitz, grafische Gestaltung Carol Falling
Es ist ein musikalischer Sensationsfund mit engem lokalem Bezug: In den 1990er-Jahren wurden in einem Wiesbadener Keller handschriftliche Notenblätter und Partituren entdeckt, die jahrzehntelang im Verborgenen lagen. Jetzt werden diese unveröffentlichten musikalischen Schätze erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Anlässlich des 200. Geburtstags der Ausnahmekünstlerin Louise Langhans-Japha (1826–1910) präsentiert das Stadtarchiv Wiesbaden (Im Rad 42) die von Carol Falling und Dr. Ulrike Teske-Spellerberg kuratierte Ausstellung „Dann will mein Lied ertönen“. Die Schau ist bis Donnerstag, 10. Dezember, zu sehen.
Im Zentrum der musikalischen Romantik – Schülerin der Schumanns, Freundin von Brahms
Die gebürtige Hamburgerin Louise Langhans-Japha gehörte zu den bemerkenswertesten Musikerinnen des 19. Jahrhunderts. Sie genoss Unterricht bei den legendären Musikgrößen Clara und Robert Schumann und pflegte eine enge Jugendfreundschaft mit keinem Geringeren als Johannes Brahms.
Mehr als 30 Jahre lang lebte und wirkte Langhans-Japha in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden. Ihr umfangreiches kompositorisches Schaffen zeichnet sich vor allem durch facettenreiche Lieder, anspruchsvolle Klaviermusik und Kammermusikwerke aus.
Originale Ölgemälde, Briefe und Hörstationen
Neben den kostbaren Notenhandschriften zeichnet die Schau den emanzipierten Lebensweg einer faszinierenden Frau in einer männerdominierten Musikepoche nach.
Zu den optischen Höhepunkten zählen die originalen Porträts von Louise Langhans-Japha sowie von Otto Dorn, der damals als Komponist und einflussreicher Musikkritiker in Wiesbaden wirkte. Gemalt wurden die Bildnisse von Louises Neffen Walther Witting während dessen Aufenthalts in der Kurstadt. Historische Fotografien, persönliche Briefwechsel und Zeitdokumente belegen zudem das weitverzweigte künstlerische Netzwerk der Musikerin.
Besucherinnen und Besucher können das Erbe auch akustisch erleben: An zwei Hörstationen im Ausstellungsraum können ausgewählte Werke der Komponistin direkt angehört werden.
Exklusive Führung am 30. November
Am Montag, 30. November 2026, lädt das Stadtarchiv um 17:00 Uhr zu einer exklusiven Sonderführung ein. Die Kuratorinnen vermitteln dabei spannende Hintergründe zu den Fundumständen und zur Biografie der Künstlerin.
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Teilnahme: Kostenfrei.
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Gruppengröße: Aus Platzgründen auf maximal 10 Personen begrenzt.
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Treffpunkt: Ausstellungsfoyer des Stadtarchivs (Im Rad 42).
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Anmeldung erforderlich: Per E-Mail an veranstaltung-stadtarchiv@wiesbaden.de.
Jubiläumsband und Förderer
Gefördert wird die Sonderausstellung durch die renommierte Marianne Steegmann Foundation, die sich der Erforschung und Sichtbarmachung von Frauen in Musik und Kunst widmet.
Passend zum Jubiläum erscheint zudem ein reich bebilderter, vertiefender Jubiläumsband, dessen Veröffentlichung vom städtischen Kulturamt unterstützt wird.
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InfoBox
Die Ausstellung im Überblick:
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Titel: „Dann will mein Lied ertönen – Zum 200. Geburtstag von Louise Langhans-Japha (1826–1910)“
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Ort: Stadtarchiv Wiesbaden, Im Rad 42, 65197 Wiesbaden
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Dauer: Bis Donnerstag, 10. Dezember 2026
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Kuratierung: Carol Falling und Dr. Ulrike Teske-Spellerberg
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Öffnungszeiten des Stadtarchivs:
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Montag: 09:00 – 12:00 Uhr
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Dienstag: 09:00 – 16:00 Uhr
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Mittwoch: 09:00 – 18:00 Uhr
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Donnerstag: 12:00 – 16:00 Uhr
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Freitag: Geschlossen
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Führungstermin: Montag, 30. November 2026, 17:00 Uhr (Anmeldung: veranstaltung-stadtarchiv@wiesbaden.de)
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Eintritt: Frei


