StartAward Wiesbaden 2026

Bühne frei für Spitzen-Start-ups: Blue Ice Labs und RespiVita triumphieren beim Gründerpreis

Große Bühne für Gründergeist und visionäre Geschäftsmodelle: Beim festlichen Finale des „StartAward Wiesbaden 2026“ im Tattersall zeichnete die hessische Landeshauptstadt am Dienstagabend herausragende Start-ups und innovative Köpfe aus. Aus rund 100 Bewerbungen setzten sich unter anderem die Blue Ice Labs GmbH mit Präzisionstechnologie für die Mikroskopie und das Long-Covid-Projekt RespiVita durch. Den Sonderpreis „Female Founders“ sicherte sich Katharina Schenk für ihr integratives Natur-Kita-Konzept am Schloss Freudenberg. Alle Projekte und Preisträger gibt es in unserem Beitrag.

Von: |Erschienen am: 28. Oktober 2026 15:42|

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Hochspannung, inspirierende Pitches und geballter Unternehmergeist prägten den Dienstagabend, 27. Oktober, im festlich gefüllten Tattersall. Beim Finale des StartAward Wiesbaden 2026 ehrte die Landeshauptstadt die besten Gründerinnen, Gründer und jungen Unternehmen des Jahres.

Das Interesse am renommierten Gründerwettbewerb war auch in diesem Jahr enorm: Rund 100 Bewerbungen gingen bei den Veranstaltern ein. Nach einer anspruchsvollen Vorauswahl zogen 18 Teams in das Halbfinale ein, von denen schließlich die besten sechs Finalisten vor Jury und Fachpublikum antraten. In den beiden Hauptkategorien sowie beim Sonderpreis „Female Founders“ schüttete die Stadt zusammen mit ihren Partnern Preisgelder von insgesamt über 30.000 Euro aus.

„Enormes Potenzial und starkes Miteinander“

Wiesbadens Wirtschaftsdezernentin Daniela Georgi (CDU) zeigte sich vor Ort tief beeindruckt vom Niveau der präsentierten Geschäftsmodelle. „Die Vielfalt und Qualität der Gründungsideen haben mich sehr beeindruckt. Sie zeigen, wie viel Innovationskraft und unternehmerisches Potenzial in Wiesbaden und unserer Region stecken. Besonders bemerkenswert sind für mich die interdisziplinäre Zusammenarbeit und das gegenseitige Vertrauen der vielen Partner, die sich gemeinsam für unseren Gründungsstandort engagieren. Dieses starke Miteinander von Wirtschaft, Hochschulen, Verbänden und Verwaltung ist eine wichtige Grundlage, um junge Unternehmen zu unterstützen und Wiesbaden als Wirtschaftsstandort weiterzuentwickeln“, so Georgi.

Auch Birgit Knetsch, Leiterin des städtischen Referats für Wirtschaft und Beschäftigung, hob die nachhaltige Wirkung der Auszeichnung hervor: „Der StartAward zeigt, was möglich ist, wenn Wirtschaft, Wissenschaft, Gründungsszene und Stadt gemeinsam an einem Strang ziehen. Unser Ziel ist es, vielversprechende Gründungsideen nicht nur auszuzeichnen, sondern die Gründerinnen und Gründer auch langfristig mit den richtigen Menschen und Angeboten zu vernetzen.“

Kategorie „Gründung aus Wiesbaden“ – Sieg für Blue Ice Labs

In der Hauptkategorie der etablierten Neugründungen setzte sich High-Tech durch:

1. Platz: Blue Ice Labs GmbH – Das Unternehmen überzeugte mit hochentwickelten Temperatursteuerungssystemen, die mikroskopische Präzisionsuntersuchungen auf ein neues technisches Level heben.

2. Platz: Eve & Olive GmbH – Ein kreislauforientiertes Konzept für nachhaltige Babykleidung aus innovativen Lyocell-Fasern.

3. Platz: Routime GmbH – Eine interaktive Kinderwanduhr, die Familien dabei hilft, alltägliche Routinen spielerisch zu strukturieren und kindliche Selbstständigkeit zu fördern.

Kategorie „Ready to go – Gründung aus der Hochschule“ – RespiVita räumt ab

In der Kategorie für studentische und akademische Start-ups dominierte der medizintechnische und gesellschaftliche Nutzen:

1. Platz: RespiVita – Das Hochschulprojekt entwickelte eine digitale Gesundheitsanwendung (DiGA), die Long-Covid-Betroffene strukturiert durch den Alltag begleitet und bestehende Versorgungslücken schließt.

2. Platz: Bridge – Eine spezialisierte digitale Plattform, die Menschen nach einer abgeschlossenen Suchttherapie im Alltag Rückhalt gibt und gleichzeitig Behandlungsteams eng in die Nachsorge einbindet.

3. Platz: Open Microelectronics Lab – Modulare und offene Laborsysteme, die Forschungsteams den niederschwelligen Zugang zur Chip-Entwicklung und Prototypen-Fertigung ermöglichen.

Sonderpreis „Female Founders“ für Katharina Schenk

Ein besonderer Höhepunkt des Abends war die Verleihung des Sonderpreises „Female Founders“, der herausragende Gründerinnen sichtbar macht. Die Auszeichnung ging an Katharina Schenk, Mitgründerin und Geschäftsführerin der LA LE LU – Freudenberger Kindertagesstätte Natur + Kunst gGmbH.

Am Schloss Freudenberg schuf Schenk gemeinsam mit ihrem Team ein einzigartiges pädagogisches Paradies: Der weitläufige Schlosspark dient den Kindern als offener Lern- und Erfahrungsraum, in dem Naturerlebnis, Sinnesschulung und künstlerische Entfaltung Hand in Hand gehen. Die Jury würdigte insbesondere ihren außergewöhnlichen unternehmerischen Mut, ihre Ausdauer und die bereits spürbare gesellschaftliche Wirkung als Vorbild für künftige Gründerinnen.

Ebenfalls für den Sonderpreis nominiert waren Marion Schellenberg (mariART Galerie) sowie Sabrina Lichtenberg und Asgard Federspiel mit ihrer innovativen Sharing-App wishare.

Starkes Netzwerk dank lokaler Partner

Ermöglicht wird der StartAward Wiesbaden durch ein engmaschiges Netzwerk aus Wirtschaftspartnern, regionalen Sponsoren, Mentoren und Investorinnen, die den jungen Unternehmen auch über das Finale hinaus tatkräftig zur Seite stehen.

Wer mehr über die ausgezeichneten Projekte oder die Förderlandschaft in der Landeshauptstadt erfahren möchte, findet weiterführende Details online unter www.wiesbaden.de/wirtschaft/foerdermittel-wettbewerbe.

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