Feuerwehreinsatz

Falsch entsorgter Lithium-Ionen-Akku fängt im Müllwagen Feuer – ELW-Team reagiert blitzschnell

Gefährlicher Zwischenfall am frühen Montagmorgen im Wiesbadener Ortsteil Kastel. Im Laderaum eines Abfallsammelfahrzeugs der Entsorgungsbetriebe geriet gesammelter Restmüll in Brand. Ursache war ein fahrlässig im Hausmüll entsorgter Lithium-Ionen-Akku. Dank der geistesgegenwärtigen Reaktion der Müllwerker, die den brennenden Müll sofort auf die Fahrbahn kippten, konnte das Müllauto gerettet werden. Die ELW warnen eindringlich vor der lebensgefährlichen Brandgefahr durch Batterien in der Restmülltonne.

Von: |Erschienen am: 26. Oktober 2026 13:09|

Foto: Feuerwehr Wiesbaden

Dem besonnenen und blitzschnellen Eingreifen der städtischen Müllabfuhr ist es zu verdanken, dass ein gefährlicher Zwischenfall am Montagmorgen, 26. Oktober, glimpflich endete. Um etwa 7:00 Uhr geriet die Ladung eines Restabfallfahrzeugs der Entsorgungsbetriebe der Landeshauptstadt Wiesbaden (ELW) während der regulären Sammeltour in Brand.

Auslöser des Feuers war ein Lithium-Ionen-Akku, der verbotenerweise und leichtsinnig über die normale Restabfalltonne entsorgt worden war. Durch die mechanische Verdichtung im Inneren des Presswagens wurde der Energiespeicher beschädigt, woraufhin er sich entzündete und den umgebenden Unrat in Flammen setzte.

Müll auf die Fahrbahn gekippt – Lkw vor Totalschaden bewahrt

Als die Müllwerker in der Ludwig-Wolker-Straße in Kastel die Rauchentwicklung und das Feuer im Sammelbehälter bemerkten, zögerten sie keine Sekunde: Eigene Löschversuche mit bordeigenen Feuerlöschern reichten bei der Hitzeentwicklung des brennenden Mülls nicht aus.

Um ein Übergreifen der Flammen auf die Hydraulik, Reifen und die Fahrerkabine des teuren Spezialfahrzeugs zu verhindern, leitete der Fahrer sofort das vorgeschriebene Notfallmanöver ein: Er entleerte die gesamte brennende Ladung kontrolliert mitten auf die Fahrbahn.

Feuerwehr löscht brennenden Müllberg ab

Die alarmierte Feuerwehr Wiesbaden traf kurz darauf am Einsatzort ein und brachte den brennenden Müllberg unter Atemschutz und mit mehreren Strahlrohren schnell unter Kontrolle. Durch das entschlossene Handeln des ELW-Teams entstand am Müllfahrzeug nur ein begrenzter Sachschaden – ein Totalschaden konnte abgewendet werden. Verletzt wurde niemand.

Nachdem die Glutnester vollständig abgelöscht waren, rückte die ELW-Stadtreinigung an. Mit Spezialgeräten und Kehrmaschinen räumten die Einsatzkräfte die verkohlten Reste von der Straße und säuberten den Asphalt gründlich, sodass die Ludwig-Wolker-Straße rasch wieder für den Verkehr freigegeben werden konnte.

ELW warnen eindringlich – Akkus gehören niemals in die Restmülltonne!

Aus aktuellem Anlass richten die Entsorgungsbetriebe einen eindringlichen Appell an alle Wiesbadener Bürgerinnen und Bürger: Lithium-Ionen-Akkus und Batterien dürfen unter keinen Umständen über die Restmülltonne entsorgt werden!

Brände in Abfallsammelfahrzeugen oder in Sortieranlagen treten bundesweit immer häufiger auf, weil Altbatterien unbedacht im Hausmüll landen:

  • Hochentzündlich bei Druck: Werden Lithium-Ionen-Zellen im Müllwagen zusammengepresst, kommt es zu einem inneren Kurzschluss, der zu explosionsartiger Hitzeentwicklung und Bränden führt.

  • Gefahr auch bei Kleingeräten: Dies gilt nicht nur für große E-Bike- oder Werkzeug-Akkus, sondern explizit auch für ausgediente Powerbanks, Mobiltelefone, elektrische Zahnbürsten, Vapes (E-Zigaretten) oder Grußkarten mit Musik.

  • Richtige Entsorgung: Akkus und Altgeräte müssen ausnahmslos kostenfrei an den städtischen Wertstoffhöfen, bei den mobilen Schadstoffsammlungen oder in den grünen Rücknahmeboxen im Einzelhandel und Drogeriemärkten abgegeben werden.

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