Razzia
Ermittlungen wegen Betäubungsmittelhandels: Neun Durchsuchungen im Wiesbadener Westend – Fast drei Kilo Cannabis sichergestellt
Großeinsatz von Polizei und Zoll im Wiesbadener Westend: Wegen des Verdachts des bandenmäßigen Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge haben Ermittler am vergangenen Freitag neun Durchsuchungsbeschlüsse rund um die Wellritzstraße vollstreckt. Im Visier der Behörden, eine Familiengruppierung, die aus Gastronomie- und Geschäftsräumen heraus mit Drogen gedealt haben soll. Bei den Durchsuchungen wurden Rauschgift und Bargeld beschlagnahmt, zwei Männer wanderten direkt in Untersuchungshaft.
Fotos: WA, HLKA
Großer Schlag gegen den organisierten Rauschgifthandel im Wiesbadener Westend. Einsatzkräfte des Hessischen Landeskriminalamts (HLKA), des Zolls und des Polizeipräsidiums Westhessen haben am Freitag, 16. Oktober, im Auftrag der Staatsanwaltschaft Wiesbaden eine koordinierte Razzia durchgeführt. Dabei wurden zeitgleich neun richterliche Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt.
Im Fokus der Maßnahmen standen mehrere Geschäftsräume sowie gastronomische Einrichtungen, unter anderem entlang der belebten Wellritzstraße. Einsatzkräfte sperrten während des Zugriffs Teile des Bereichs ab, um die Maßnahmen geordnet und sicher durchzuführen.
Drogenhandel als Familienbetrieb – Ermittlungen laufen seit 2025
Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Wiesbaden und des HLKA richten sich gegen insgesamt sieben männliche Beschuldigte im Alter zwischen 18 und 28 Jahren.
Den Durchsuchungen ging eine monatelange, akribische Ermittlungsarbeit voraus, die bereits im Jahr 2025 ihren Anfang nahm, teilte Tim Schimmer Sprecher vom HLKA mit. Damals erlangten die Behörden erste Hinweise darauf, dass mehrere Angehörige einer Familie in Wiesbaden im großen Stil mit Betäubungsmitteln handeln sollen.
Im Laufe der verdeckten Ermittlungen erhärtete sich der Verdacht, dass die Gruppierung streng arbeitsteilig vorging. „Nach bisherigen Erkenntnissen handelten die Verdächtigen sowohl mit Kokain als auch mit Cannabis und nutzten verschiedene Lokalitäten im Stadtteil als Ausgangsbasis, um Betäubungsmittel regelmäßig im Straßenhandel zu verkaufen“, so Schimmer.
Drogen und Bargeld beschlagnahmt – Zwei Männer in U-Haft
Die Razzia am Freitag verlief aus Sicht der Ermittlungsbehörden erfolgreich. In den durchsuchten Objekten stellten die Beamten unter anderem sicher: Fast drei Kilogramm Cannabis und rund 4.300 Euro mutmaßliches Dealgeld in bar. Außerdem wurden zahlreiche weitere Beweismittel und elektronische Datenträger sichergestellt.
Für zwei der Hauptbeschuldigten klickten die Handschellen besonders fest. Sie wurden am Folgetag – Samstag, 17. Oktober – dem zuständigen Ermittlungsrichter am Amtsgericht Wiesbaden vorgeführt. Dieser gab dem Antrag der Staatsanwaltschaft vollumfänglich statt und ordnete für beide Männer die Untersuchungshaft an.
Die Auswertung der sichergestellten Datenträger und Beweismittel sowie die weiteren Ermittlungen zu möglichen Abnehmern und Lieferketten dauern an, so der Sprecher des HLKA abschließend.
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