Feuerwehreinsatz / Fotostrecke

Flammen im Wohnhaus: Nachbarn und Ersthelfer retten Bewohner in Medenbach vor dem Rauch

Dramatische Szenen am Freitagmorgen im Wiesbadener Stadtteil Medenbach. In einem Wohnhaus brach ein Feuer aus, das rasend schnell ausbreitete. Noch vor Eintreffen der alarmierten Einsatzkräfte brachten sich Bewohner teils selbstständig in Sicherheit oder wurden mit beherzter Hilfe von Nachbarn ins Freie geholt. Das Gebäude ist bis auf Weiteres unbewohnbar, der Sachschaden ist enorm.

Von: |Erschienen am: 9. Oktober 2026 13:24|

Fotos: Daniel Becker

Ein Großaufgebot von Berufsfeuerwehr, Freiwilligen Feuerwehren und Rettungsdienst eilte am Freitagmorgen, 9. Oktober, in den Wiesbadener Vorort Medenbach. Um 9:49 Uhr schrillten die Melder. Unter dem Stichwort „Feuer 2“ wurden die Einsatzkräfte in der Fritz-Erler-Straße alarmiert.

Bereits sechs Minuten später trafen die ersten Kräfte der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr ein. Aus dem Gebäude quoll bereits dichter Brandrauch, und im ersten Obergeschoss war Feuerschein sichtbar. Einsatzleiter Tom Lukas von der Berufsfeuerwehr Wiesbaden ließ die Alarmstufe unmittelbar auf „Feuer 2 mit Menschenleben in Gefahr“ erhöhen.

Bewohner flüchten ins Freie – Nachbarn packen mit an

In dem betroffenen Gebäudekomplex – bestehend aus Vorder- und Hinterhaus – sind insgesamt 13 Personen gemeldet. Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs hielten sich zehn Menschen im Inneren auf.

Als das Feuer bemerkt wurde, zählte jede Sekunde. Ein Teil der Bewohner konnte das verrauchte Haus eigenständig verlassen. Andere wurden durch das schnelle Eingreifen von Nachbarn sowie einem aufmerksamen Passanten, der selbst bei der Feuerwehr aktiv ist bzw. war, gewarnt und zusammen mit den Kräften der Freiwilligen Feuerwehr rechtzeitig ins Freie gebracht. Alle zehn Personen wurden umgehend von Rettungsdienst sowie Nachbar in Empfang genommen und betreut.

Aufwendige Löscharbeiten und Einsturzgefahr bei Holzbalkendecken

Unmittelbar nach Sicherung aller Bewohner begann der koordinierte Löschangriff. Mehrere Trupps rückten unter schwerem Atemschutz über den Hof und den Treppenraum ins erste Obergeschoss vor. Mit zwei C-Rohren wurde der Brand im Inneren bekämpft. Parallel dazu brachten die Einsatzkräfte eine Drehleiter in Stellung, um die Dachhaut von außen zu öffnen und versteckte Glutnester abzulöschen.

Besondere Vorsicht war bei den Nachlöscharbeiten geboten: Da es sich um ein älteres Gebäude mit historischen Holzbalkendecken handelt, war die Tragfähigkeit der Geschosse massiv gefährdet. Die Feuerwehrleute mussten sich im Gebäude äußerst behutsam vortasten. Das Haus ist nach aktuellem Stand nicht mehr bewohnbar.

Ursache unklar – Hoher Sachschaden

Wie es zu dem Feuer kommen konnte, ist bislang unklar, die Brandermittler der Polizei nehmen nach Abschluss der Nachlöscharbeiten ihre Arbeit auf. Bisher steht lediglich fest, dass der Brand im 1. Geschoss entstand und auf den Dachbereich übergriff.

Der Sachschaden wird von der Einsatzleitung vorläufig auf mindestens mehreren Hunderttausend Euro beziffert.

Insgesamt waren rund 25 bis 30 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Wiesbaden, der Freiwilligen Wehren und des Rettungsdienstes vor Ort im Einsatz.

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Hier gibt es eine Fotostrecke mit 80 Bildern zu dem Feuer: