Verkehrsunfall

Tragischer Unfall auf der A66 bei Wallau: Radfahrerin von mehreren Autos erfasst und tödlich verletzt

Ein unbegreiflicher und folgenschwerer Verkehrsunfall hat in der Nacht zu Freitag die Einsatzkräfte auf der Autobahn 66 gefordert. Ein Pkw-Fahrer kollidierte in Höhe von Wallau mit einer Radfahrerin. Die Frau wurde von nachfolgenden Autos erfasst. Die A66 musste für die Begutachtung und Bergungsarbeiten bis in den Freitagmorgen voll gesperrt werden.

Von: |Erschienen am: 2. Oktober 2026 08:42|

Symbolfoto

Ein folgenschwerer Unfall hat sich in der Nacht zum Freitags, 2. Oktober, auf der Bundesautobahn 66 in Fahrtrichtung Frankfurt ereignet, bei dem eine Fahrradfahrerin ihr Leben verlor.

Gegen 00:20 Uhr befuhr ein Audi-Fahrer den linken Fahrstreifen der Autobahn von Wiesbaden kommend in Richtung Frankfurt. In Höhe der Anschlussstelle Wallau wenige Hundert Meter vor dem Wiesbadener Kreuz kam es zur folgenschweren Kollision. Der Pkw prallte mit hoher Geschwindigkeit auf eine Radfahrerin, die sich nach ersten Erkenntnissen der Autobahnpolizei ebenfalls auf der linken Spur der Schnellstraße befand.

Frau von Folgefahrzeugen erfasst – 14 Autos beteiligt

Durch die Wucht des ersten Zusammenstoßes wurden die Frau sowie ihr Fahrrad auf die Fahrbahn geschleudert. In der Dunkelheit konnten nachfolgende Autofahrer nicht mehr rechtzeitig ausweichen oder bremsen. Die Frau und das Rad wurden von mehreren nachkommenden Fahrzeugen erfasst.

Trotz des sofortigen Einsatzes von Rettungskräften und Notarzt kam für die Frau jede Hilfe zu spät, sie erlag ihren schwersten Verletzungen noch am Unfallort.

Nach der Erfassung durch die Polizei beläuft sich die Zahl der in den Unfall verwickelten Wagen auf insgesamt 14 Fahrzeuge.

Zahlreiche Rettungskräfte auf der Autobahn im Einsatz 

Aufgrund der Vielzahl an Beteiligten und Augenzeugen lösten die Leitstelle Wiesbaden Alarm für ein Großaufgebot an Rettungskräften aus. Neben der Feuerwehr Wiesbaden rückten Einheiten des Katastrophenschutzes sowie die Schnelleinsatzgruppe (SEG) Betreuung an.

Mehrere Fahrzeugführer und Insassen standen unter akutem Schock. Zur Erstversorgung und zum Schutz vor der Witterung wurde unter anderem ein Großraumbus der ESWE Verkehrsgesellschaft an die Autobahn beordert, in dem die Betroffenen Zuflucht fanden. Teams der Seelsorge in Notfällen (SiN) übernahmen die psychologische Betreuung der geschockten Autofahrer.

Gutachter im Einsatz – Vollsperrung bis in den Berufsverkehr

Um das komplexe Geschehen lückenlos zu rekonstruieren, ordnete die Staatsanwaltschaft Wiesbaden die Hinzuziehung eines Unfallsachverständigen an. Der Gutachter nahm noch in der Nacht die Arbeit auf, sicherte Spuren über Hunderte Meter und vermaß die weitläufige Unglücksstelle. Zur Unterstützung der polizeilichen Unfallaufnahme und der Spurensicherung  wurde im weiteren Verlauf das Technische Hilfswerk (THW) alarmiert, das die Einsatzstelle großflächig ausleuchtete und technische Amtshilfe leistete.

Für die aufwendige Unfallaufnahme, die Betreuung von Zeugen und Beteiligten sowie die Bergung der zahlreichen beteiligten Fahrzeuge musste die A66 in Richtung Frankfurt voll gesperrt werden. Die Sperrung zog sich bis in den Freitagmorgen hinein und sorgte für erhebliche Verkehrsbehinderungen und lange Ausweichstaus. Der Verkehr wurde weiträumig abgeleitet.

Polizei sucht Zeugen

Warum die Radfahrerin mitten in der Nacht auf die Autobahn fuhr und wie sie auf die linke Spur gelangte, ist derzeit noch völlig unklar. Die Ermittlungen der Polizeiautobahnstation Wiesbaden und der Staatsanwaltschaft dauern an.

Zeuginnen und Zeugen, die vor oder während des Unfalls Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise zum Fahrverhalten der Radfahrerin bzw. zur Unfallentstehung geben können, werden dringend gebeten, sich bei der Polizeiautobahnstation Wiesbaden unter der Telefonnummer 0611 / 345-4140 zu melden.

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