Feuerwehreinsatz

Entwarnung in Biebrich: Großbrand bei Entsorger gelöscht – Keine gefährlichen Schadstoffe gemessen

Aufatmen für die Menschen im Wiesbadener Süden und Westen: Der stundenlange Großeinsatz bei dem Entsorgungsbetrieb Knettenbrech + Gurdulic in Biebrich ist beendet. Die Feuerwehr konnte die letzten Glutnester am Mittwochabend erfolgreich ablöschen. Da die Rauchentwicklung zuvor massiv nachgelassen hatte, hoben die Behörden die Bevölkerungswarnung bereits in den frühen Abendstunden vollständig auf. Die Messungen der Spezialfahrzeuge brachten zudem beruhigende Gewissheit.

Von: |Erschienen am: 30. September 2026 22:14|

Fotos: 5vision.news, Feuerwehr Wiesbaden

Nach mehr als fünf Stunden intensivem Einsatz können Feuerwehr, Rettungsdienste und Anwohner aufatmen: Das Großfeuer auf dem Areal des Entsorgungsfachbetriebs Knettenbrech + Gurdulic im Ferdinand-Knettenbrech-Weg in Wiesbaden-Biebrich bei ist gelöscht. Wie die Feuerwehr Wiesbaden am späten Mittwochabend mitteilte, konnte die Brandbekämpfung gegen 19:30 Uhr offiziell abgeschlossen werden.

Bereits zwanzig Minuten zuvor, um 19:10 Uhr, hatten die Leitstellen die offizielle Bevölkerungswarnung über das modulare Warnsystem MoWaS (u.a. NINA und Katwarn) vollständig zurückgenommen. Die Rauchwolke hatte sich zuvor soweit aufgelöst, dass keine Geruchsbelästigungen und Einschränkungen mehr für die Stadtteile Biebrich, Dotzheim und Klarenthal bestanden.

Bagger zogen Sperrmüll auseinander – Brandwache übernimmt Betrieb

Der Brand eines riesigen Sperrmüllberges hatte die Rettungskräfte seit dem frühen Nachmittag in Atem gehalten. Um an die tieferliegenden Brandherde heranzukommen, arbeiteten die Einsatzkräfte Hand in Hand mit den Mitarbeitern des Entsorgungsunternehmens: Mit betriebseigenen Baggern wurde der verkohlte Müllberg Schicht für Schicht auseinandergezogen, während Trupps der Feuerwehr das Brandgut kontinuierlich mit Wasser abkühlten und gezielt ablöschten.

Rund 50 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Wehren und des Rettungsdienstes waren direkt am Brandherd gebunden. Nach dem erfolgreichen Löschende übernimmt nun die Entsorgungsfirma mit eigenem Personal die Brandwache vor Ort, um ein Wiederaufflammen verbliebener Restglut zuverlässig auszuschließen.

Entwarnung durch Messfahrzeuge – Keine gefährlichen Gase

Große Erleichterung brachten auch die Auswertungen der mobilen Messtrupps der Freiwilligen Feuerwehr Stadtmitte: Die Messfahrzeuge waren bis in die Abendstunden kontinuierlich in den betroffenen Wohngebieten und rund um die Brandstelle unterwegs.

Zwar stellten die Sensoren in der direkten Umgebung zeitweise den typischen Brandgeruch und leichten Rußniederschlag fest – gefährliche Gaskonzentrationen der bei Bränden typischen Schadstoffe konnten mit den hochempfindlichen Messgeräten der Feuerwehr jedoch zu keinem Zeitpunkt nachgewiesen werden. Eine Gesundheitsgefährdung für die Bevölkerung bestand demnach nicht.

Freiwillige Feuerwehren sicherten den Schutz des gesamten Stadtgebiets

Während die Berufsfeuerwehr und die örtlichen Wehren in Biebrich gebunden waren, bewährte sich das städtische Sicherheitskonzept: Einheiten der Freiwilligen Wehren aus Sonnenberg und Kostheim hatten die Wachen 1 und 2 der Berufsfeuerwehr während des gesamten Nachmittags und Abends besetzt, um den regulären Brandschutz für das restliche Wiesbadener Stadtgebiet lückenlos sicherzustellen.

Nachdem die Einsatzstellen übergeben und das Schlauchmaterial verlastet war, rückten die letzten Löschzüge am Abend wieder ein.

Brandursache Akkus

„Nach aktuellem Stand könnte ein falsch entsorgter Akku im Sperrmüll die Ursache für die Selbstentzündung gewesen sein“, teilte Nadine Kuhnigk Unternehmenssprecherin   Knettenbrech + Gurdulic mit.

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