Ausstellung
Ein Garten in Rambach wird zur Freiluft-Galerie
Ein ehemaliger Revierförster und die frühere Fasanerie-Leiterin haben ihr Grundstück am Waldrand in ein echtes Idyll verwandelt. Für eine exklusive Open-Air-Schau luden Ute Kilian und Erich Mork nun befreundete Kreative in ihr privates Refugium nach Wiesbaden-Rambach ein. Welche faszinierenden Objekte sich dort plötzlich zwischen Bäumen und Teichen versteckten und wie ein verblüffender, künstlicher Regenschauer die Gäste verzauberte, lesen Sie hier.
Fotos: privat
Am Rande des Wiesbadener Stadtteils Rambach verbirgt sich hinter dem Wohnhaus von Erich Mork und Ute Kilian ein ganz besonderes Grundstück. Was auf den ersten Blick wie ein klassischer Reihenhausgarten beginnt, geht nahtlos in eine weitläufige, ehemalige Streuobstwiese über.
Aus diesem Areal haben der frühere Revierförster und die einstige Leiterin des Tier- und Pflanzenparks Fasanerie in liebevoller Arbeit einen idyllischen Landschaftsgarten gestaltet. Das Gelände bietet heute neben zwei kleinen Teichen und gemütlichen Sitzgelegenheiten vor allem eine großzügige Kulisse für Kunstwerke.
Kunst unter freiem Himmel
Die Hausherrin selbst ist künstlerisch aktiv und widmet sich der Malerei sowie der Herstellung von Keramiken. Bereits in den vergangenen Jahren nutzte Ute Kilian die Aktionsreihe „Mensch Natur Kultur“, um gemeinsam mit weiteren Kulturschaffenden aus Wiesbaden ihre Arbeiten in den Parks und Wäldern der Stadt unter freiem Himmel zu zeigen.
Für eine neue Freiluft-Ausstellung wählte sie nun das eigene grüne Refugium als Ausstellungsort und lud drei befreundete Künstler ein, das Projekt mitzugestalten. Sie selbst präsentierte dabei eigene Gemälde und Keramikarbeiten, die sich vornehmlich mit naturalistischen bis hin zu abstrakten Baummotiven beschäftigten.
Vielfältige kreative Ansätze
Das Spektrum der Gastkünstler war breit gefächert: Hans-Jürgen Fulland steuerte Skulpturen aus Wurzelholz, verschiedene Objekte sowie eigene Bilder bei. Rolf Toyka nutzte hingegen Baumstämme als natürliche Podeste, um darauf seine thematisch vielfältigen Keramiken in Szene zu setzen.
Besonders bemerkenswert war dabei eine Werkreihe Toykas, die sich an der traditionellen japanischen Kintsugi-Technik orientierte. Hierbei werden Porzellansplitter auf spannungsvolle Weise in neu geschaffene keramische Formen eingebettet. Karin Tettenborn ergänzte die Schau durch kleinformatige Papiercollagen, die ebenfalls von der Natur inspirierte Motive aufgriffen.
Verschmelzung der Werke
Die Besonderheit der Ausstellung lag in der harmonischen Einbettung der Objekte in die Umgebung. Ein optisches Highlight bildete ein von Hans-Jürgen Fulland über den größeren Teich gespannter Perlvorhang, der die visuelle Illusion eines sanften Regenschauers erzeugte.
Seine in unterschiedlichen Größen gestalteten Skulpturen verschmolzen regelrecht mit der Natur, sodass die Gäste sie beim Spaziergang erst suchen mussten und sich bei jeder Entdeckung freuten. Auch die großformatigen Gemälde von Ute Kilian fügten sich so nahtlos in das Umfeld ein, dass sie wie eine natürliche Erweiterung der Gartenlandschaft wirkten.
Kunst und Kultur teilen
Zahlreiche Kunstinteressierte folgten der Einladung zur Ausstellung mit Bildern und Skulpturen in den Lanschaftsgarten nach Wiesbaden-Rambach und erlebten bei spätsommerlichen Temperaturen ein abwechslungsreiches Programm. Neben den visuellen Eindrücken genossen die Besucher Kaffee und Kuchen und ließen sich von musikalischer Begleitung sowie vorgetragener Lyrik unterhalten.
Die Gastgeberin zeigte sich erfreut über die positive Resonanz und die gelungene Symbiose der verschiedenen Elemente. „Kunst und Natur sind noch viel schöner“, so Ute Kilian, „wenn man sie mit anderen teilen kann.“
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