Straftat

E-Scooter-Kontrolle eskaliert in der Kirchgasse: Teenager flieht und verletzt Stadtpolizisten

Eine routinemäßige Verkehrskontrolle in der Wiesbadener Fußgängerzone nahm am Samstagabend einen folgenschweren Verlauf. Einsatzkräfte der Stadtpolizei überprüften in der Kirchgasse das bestehende Fahrverbot für E-Scooter. Als ein minderjähriger Fahrer angehalten werden sollte, gab dieser Gas und versuchte zu flüchten. Bei der anschließenden Festnahme wurde ein 36-jähriger Stadtpolizist verletzt und musste seinen Dienst vorzeitig abbrechen.

Von: |Erschienen am: 27. September 2026 10:55|

Symbolfoto

Eigentlich gilt in der Wiesbadener Fußgängerzone ein striktes Fahrverbot für motorisierte Zweiräder und Tretroller – ein Verbot, über das sich manche Nutzer jedoch immer wieder rücksichtslos hinwegsetzen. Am Samstagabend, 26. September , führten Kräfte der Wiesbadener Stadtpolizei gezielte Schwerpunktkontrollen im Bereich der Kirchgasse durch, um Fußgänger vor gefährlichen Situationen zu schützen.

Dabei stellten die Beamten mehrere Verstöße fest und leiteten entsprechende Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Gegen 20:40 Uhr eskalierte die Situation jedoch bei einer Einzelkontrolle.

Fluchtversuch endet mit Festnahme – Beamter dienstunfähig

Als die Wiesbadener Ordnungskräfte einen Jugendlichen auf einem E-Scooter stoppen wollten, zeigte sich der Fahrer uneinsichtig. Er dachte gar nicht daran anzuhalten, sondern versuchte, sich der Überprüfung durch eine riskante Flucht mitten in der belebten Einkaufsstraße zu entziehen.

Die Einsatzkräfte reagierten prompt und stellten den Minderjährigen. Bei der darauffolgenden Festnahme leistete der Jugendliche jedoch Gegenwehr. Dabei zog sich ein 36-jähriger Stadtpolizist leichte Verletzungen zu. Die Blessuren waren so erheblich, dass der Ordnungshüter seinen Dienst noch am Abend nicht mehr fortsetzen konnte.

Zu schnell, nicht versichert, keine Zulassung – Roller beschlagnahmt

Bei der anschließenden genauen Überprüfung des E-Scooters stellte sich rasch der wahre Grund für die riskante Flucht heraus: Bei dem Gefährt handelte es sich keineswegs um ein reguläres Elektrokleinstfahrzeug. Der Roller war deutlich manipuliert und viel zu schnell, besaß keine gültige Betriebserlaubnis und war nicht versichert.

Für den jugendlichen Bruchpiloten hat der Abend nun ein massives strafrechtliches Nachspiel: Er muss sich wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis, dem Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz sowie wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung verantworten.

Der frisierte E-Scooter wurde von den Beamten vor Ort als Beweismittel beschlagnahmt. Der minderjährige Beschuldigte wurde nach Abschluss der polizeilichen Erstmaßnahmen auf die Dienststelle gebracht und seinen Erziehungsberechtigten übergeben.

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