Neue Streifenbeamte / Sicherheit
Mehr Präsenz in den Stadtteilen: Polizei stockt Schutzleute vor Ort von 18 auf 30 auf
Ein vertrautes Gesicht im Viertel, ein offenes Ohr für Nachbarschaftssorgen und direkte Schnittstelle zur Wache. Das Polizeipräsidium Westhessen baut das Netz der „Schutzleute vor Ort“ massiv aus. Die Zahl der festen Ansprechpartner in den Kommunen wurde nahezu verdoppelt. Am Freitag begrüßte Polizeipräsident Björn Gutzeit das verstärkte Team in Wiesbaden. Die Maßnahme ist Teil der großen Neuausrichtung der hessischen Polizei unter dem Dach des Projekts „P25“.
Foto: Polizeipräsidium Westhessen
In Zeiten, in denen Kriminalität immer digitaler und grenzenloser wird, setzt das Polizeipräsidium Westhessen ganz bewusst auf das persönliche Gespräch von Mensch zu Mensch. Die Zahl der sogenannten Schutzleute vor Ort (SvO) wurde im gesamten Präsidialbereich von bislang 18 auf nunmehr 30 Beamtinnen und Beamte aufgestockt.
Am Freitag, 18. September, hieß Polizeipräsident Björn Gutzeit die erfahrenen Schutzfrauen und Schutzmänner sowie die neuen Kolleginnen und Kollegen im Polizeipräsidium am Konrad-Adenauer-Ring in Wiesbaden willkommen.
„Unsere Schutzleute vor Ort sind wichtige Ansprechpartner für die Menschen in unseren Kommunen. Sie schaffen persönliche Kontakte, kennen die örtlichen Strukturen und sind nah an den Themen, die die Menschen vor Ort beschäftigen. Diese Nähe ist ein wichtiger Bestandteil moderner und bürgernaher Polizeiarbeit“, betonte Polizeipräsident Björn Gutzeit beim Zusammentreffen.
Doppelbesetzungen an Stationen für noch engere Vernetzung
Die Aufgaben der Schutzleute vor Ort gehen weit über den klassischen Streifendienst hinaus. Sie fungieren als feste Bindeglieder zwischen Bürgerschaft, Kommunalverwaltung, Schulen, Gewerbebetrieben und Vereinen. Ob Beratungsgespräche zum Einbruchschutz, Verkehrserziehung, Präventionsveranstaltungen oder Hinweise auf auffällige Situationen im Quartier: Die Beamtinnen und Beamten nehmen Sorgen auf kurzem Weg auf und speisen sie direkt in die tägliche Polizeiarbeit ein.
Durch die Aufstockung verfügen mehrere Polizeistationen im Zuständigkeitsgebiet ab sofort sogar über zwei feste Schutzleute vor Ort, sodass Vertretungen lückenlos gewährleistet und die Präsenz in den Stadtteilen spürbar intensiviert werden kann. Das Einsatzgebiet erstreckt sich über die Landeshauptstadt Wiesbaden, den Rheingau-Taunus-Kreis, den Main-Taunus-Kreis, den Hochtaunuskreis sowie den Landkreis Limburg-Weilburg.
Das hessische Konzept „P25“ – High-Tech-Ermittlung trifft greifbare Präsenz
Die Verstärkung der Vor-Ort-Kräfte ist Teil der landesweiten Reform „Projekt P25“, mit der das hessische Innenministerium auf den Wandel der Kriminalitätsformen reagiert. Während Delikte im Bereich Cybercrime, internationale Bandenkriminalität und digitale Großverfahren zunehmen, setzt Hessen auf eine klare Doppelstrategie:
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Spezialisierung & Technologie: Bündelung von Ermittlungskompetenzen, Ausbau von Cyber-Intelligence-Methoden sowie KI-gestützte Auswertungen riesiger Datenmengen – koordiniert über den landesweiten INNOVATION HUB 110.
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Bürgernähe im Alltag: Gleichzeitige Stärkung der sichtbaren Präsenz auf den Straßen und Plätzen durch die Schutzleute vor Ort.
„Wir wollen eine Polizei, die hochprofessionell auf komplexe und zunehmend digitale Kriminalität reagieren kann und gleichzeitig nah bei den Menschen bleibt“, fasst Polizeipräsident Gutzeit zusammen. „Moderne Technik, intelligente Datenanalyse und spezialisierte Ermittlungsstrukturen sind für die Kriminalitätsbekämpfung heute unverzichtbar. Genauso unverzichtbar ist aber der persönliche Kontakt vor Ort. Unsere Schutzleute vor Ort kennen die Menschen, die Kommunen und die örtlichen Strukturen. Beides zusammen macht eine moderne und leistungsfähige Polizei aus“, so Gutzeit abschließend.
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