Teilhabe
Neuer Meilenstein für die Inklusion: Spatenstich für das Horst-Schedler-Haus
Das facettenwerk baut sein Angebot in Wiesbaden massiv aus. Direkt neben dem bestehenden Montrealhaus I entsteht in den kommenden Monaten ein zweigeschossiger Neubau, der Menschen mit schweren Behinderungen völlig neue Perspektiven eröffnen soll. Welche weitreichende Bedeutung das 1.600 Quadratmeter große Bauprojekt für den Standort hat und wessen beeindruckendes Lebenswerk mit diesem wegweisenden Gebäude gewürdigt wird, lesen Sie im Artikel.
Foto: PlanB Architekten
Das gemeinnützige facettenwerk feierte am Dienstag, 15. September, den offiziellen Spatenstich für ein wichtiges soziales Bauprojekt in Wiesbaden. An der Hagenauer Straße begannen damit die Arbeiten für eine zusätzliche Tagesförderstätte, die das lokale Betreuungsangebot künftig maßgeblich erweitern wird.
Das neue Gebäude entsteht in direkter Nachbarschaft zum bereits etablierten „Montrealhaus I“, welches derzeit vier Gruppen beheimatet. Mit dem nun gestarteten Vorhaben wird am Standort eine zweite, deutlich größere Einrichtung geschaffen, die künftig acht Gruppen Platz bietet.
Wichtiger Teil des Campus
Der geplante zweigeschossige Sonderbau wird nach seiner Fertigstellung eine weitläufige Nutzfläche von rund 1.600 Quadratmetern aufweisen. Er fügt sich dabei nahtlos als ein weiterer, entscheidender Baustein in das übergeordnete Gesamtkonzept des „Campus Hagenauer Straße“ ein.
Im Inneren des Neubaus entstehen insgesamt 64 dringend benötigte Betreuungsplätze. Diese sind speziell auf die Bedürfnisse, die Betreuung und die individuelle Förderung von Menschen mit schwersten Behinderungen zugeschnitten.
Ehrung für besonderes Engagement
Die entstehende Einrichtung wird den Namen „Horst-Schedler-Haus“ tragen und erinnert damit an das ehemalige Gründungs- sowie Vorstandsmitglied des facettenwerks. Dr. Horst Schedler hatte sich über fünf Jahrzehnte hinweg aus tiefster Überzeugung für die berufliche Teilhabe von Menschen mit Handicap eingesetzt.
Die gemeinnützige Institution facettenwerk bietet Menschen mit Behinderungen an diesem Standort bereits seit Langem umfassende Betreuung und Förderung. Dazu gehört auch die Bereitstellung von geeigneten, an die jeweiligen Fähigkeiten angepassten Arbeitsfeldern, um die tägliche Inklusion im Arbeitsleben praktisch umzusetzen.
Lokale Firmen führen aus
Dem feierlichen Spatenstich wohnten zahlreiche Verantwortliche und Projektbeteiligte bei. Seitens des facettenwerks griffen unter anderem Vorstandsmitglied und Geschäftsführer Dr. Simeon Ries sowie der Aufsichtsratsvorsitzende Arno Goßmann zum Spaten.
Zudem waren Peter-Friedrich Becker als Vertreter der Plan B Architekten sowie Marco Seipel, Geschäftsführer der Baufirma Brömer & Sohn, vor Ort. Die Generalplanung des Projekts obliegt dem Wiesbadener Büro Plan B Architekten & Ingenieure, während das ebenfalls in der Landeshauptstadt Wiesbaden ansässige Unternehmen Brömer & Sohn als Generalunternehmer für die konkrete Bauausführung der Tagesförderstätte zuständig ist.
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