Aktiver Naturschutz

Greifzange statt Bankgeschäfte: Naspa-Mitarbeiter befreien Rheinufer von Müll

Wenn Dutzende Menschen an einem Wochenende plötzlich mit dicken Handschuhen und blauen Säcken bewaffnet am Rheinufer entlangstreifen, hat das einen guten Grund. Beim großangelegten RhineCleanUp packte eine motivierte Truppe der Nassauischen Sparkasse in der Region tatkräftig mit an. Warum weggeworfene Flaschen und Plastikteile an der Wasserkante nicht nur das Landschaftsbild stören, sondern eine echte Bedrohung darstellen, und mit welcher Motivation die freiwilligen Helfer dem Schmutz vor der eigenen Haustür zu Leibe rückten, erfahren Sie im Artikel.

Von: |Erschienen am: 15. September 2026 14:58|

Fotos: Klaus Schlee, Naspa

Rund 60 Angestellte der Nassauischen Sparkasse (Naspa) haben sich zusammen mit ihren Freunden und Familien am diesjährigen RhineCleanUp beteiligt. Ausgestattet mit Müllsäcken, Greifzangen und Handschuhen sammelten die Freiwilligen am Montag, 14. September, den Unrat an verschiedenen Uferabschnitten des Rheins ein.

Die umweltbezogenen Einsätze konzentrierten sich dabei auf die Städte Rüdesheim, Eltville sowie den Wiesbadener Stadtteil Biebrich. Ziel der gemeinschaftlichen Aktion war es, die Uferzonen von achtlos hinterlassenem Abfall zu säubern und auf diese Weise aktiv zum Naturschutz sowie zur Lebensqualität im Rhein-Main-Gebiet beizutragen.

Vorbildliches Engagement

Das Vorstandsmitglied der Naspa, Frank Diefenbach, war in Eltville persönlich vor Ort und packte bei der Sammelaktion tatkräftig mit an. Für ihn belegt dieser Einsatz die starke Verbundenheit der Belegschaft mit der Region, in der sie sowohl arbeitet als auch lebt.

Diefenbach erklärte hierzu: „Wir wollen dazu beitragen, dass unser wunderschöner Rheingau und die gesamte Rheinregion sauber bleiben. Ich bin stolz darauf, wie sich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dafür in ihrer Freizeit engagieren. Das ist nicht selbstverständlich.“

Einsatz in Wiesbaden-Biebrich

Auch in der hessischen Landeshauptstadt unterstützten zahlreiche Beschäftigte das Vorhaben. Für Kristina Tempel, die als FC-Leiterin in Wiesbaden-Biebrich tätig ist, steht das gemeinschaftliche Handeln vor allem als Symbol für eine aktive und gelebte Übernahme von Verantwortung im direkten lokalen Umfeld.

Sie verdeutlichte das Anliegen mit den Worten: „Gerade am Rheinufer wird deutlich, wie wichtig es ist, unsere Umwelt nicht als selbstverständlich zu betrachten. Wenn viele Menschen gemeinsam anpacken, lässt sich unmittelbar etwas verändern.“

Blick auf kommendes Jahr

Die FC-Leiterin führte bezüglich der Motivation des Teams unter der neuen Zwischenüberschrift weiter aus: „Ich freue mich, dass sich unsere Kolleginnen und Kollegen auch außerhalb des Arbeitsalltags für Biebrich und unsere Region einsetzen. Und im nächsten Jahr sind wir wieder dabei.“

Gefahren für die Tierwelt

Während achtlos weggeworfener Müll bei einem normalen Spaziergang am Wasser oft kaum wahrgenommen wird, tritt die tatsächliche Verschmutzung bei einer gezielten Suchaktion deutlich zutage. Gefundene Plastikreste, leere Flaschen und diverse Verpackungsmaterialien beeinträchtigen nicht nur das Landschaftsbild erheblich, sondern stellen zugleich eine ernsthafte Bedrohung für die heimische Tierwelt dar.

Ein wesentliches Ziel des RhineCleanUp ist es deshalb, genau diesen Perspektivwechsel in der Gesellschaft herbeizuführen. Neben der reinen Säuberung der Flussufer steht vor allem die Aufklärung im Fokus, um die Bevölkerung nachhaltig für das Thema Abfallvermeidung und Umweltschutz zu sensibilisieren.

Überregionale Beteiligung wächst

Den Angaben der Initiative zufolge verzeichnet das Projekt seit seiner Gründung im Jahr 2018 einen enormen Zuspruch. Mittlerweile haben über 100.000 ehrenamtliche Helfer mehr als 1.000 Tonnen Abfall zusammengetragen, wobei die regelmäßigen CleanUps inzwischen an 30 verschiedenen Fließgewässern stattfinden.

Vorstandsmitglied Frank Diefenbach zog diesbezüglich ein positives Fazit: „Der RhineCleanUp zeigt, was möglich ist, wenn Menschen gemeinsam ins Tun kommen. Und er erinnert uns daran, dass jeder Einzelne etwas beitragen kann.“

Nachhaltigkeit als Unternehmensziel

Der Naspa-Vorstand betonte in diesem Kontext weiter: „Genau diese Haltung möchten wir als Naspa bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ebenso wie in der Gesellschaft fördern.“

Durch die Teilnahme am RhineCleanUp am Rheinufer in Wiesbaden-Biebrich und im Rheingau unterstreicht das Team den Anspruch des Kreditinstituts, direkt Verantwortung für den Umweltschutz  in seinem Geschäftsgebiet zu übernehmen. Die Bemühungen zielen darauf ab, den Raum, in dem die Menschen arbeiten, leben und ihre Freizeit verbringen, dauerhaft zu schützen, sodass die Region auch für alle kommenden Generationen uneingeschränkt lebenswert bleibt.

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