Verkehr

Busspur auf dem 1. Ring in Wiesbaden wegen Fahrbahnschäden vorübergehend gesperrt

Seit Freitagvormittag ist die Busspur auf dem Wiesbadener 1. Ring in Richtung Hauptbahnhof voll gesperrt. Die Kombination aus hochsommerlichen Temperaturen und dem schweren Busverkehr hat den Asphalt zwischen Scheffelstraße und Schenkendorfstraße regelrecht verformt. ESWE Verkehr musste die Haltestelle Scheffelstraße verlegen.

Von: |Erschienen am: 11. September 2026 11:01|

Symbolfoto

Nichts geht mehr auf der Busspur des 1. Rings in Richtung Wiesbadener Hauptbahnhof. Seit Freitagvormittag, 11. September, ist der Busfahrstreifen zwischen der Scheffelstraße und der Schenkendorfstraße auf Höhe des Dichterviertels für mehrere Tage voll gesperrt. Auf einer Länge von rund 60 Metern haben sich extrem tiefe Spurrillen gebildet. Da die Verkehrssicherheit für Linienbusse und Fahrgäste nicht mehr gewährleistet werden konnte, zogen die städtischen Behörden die Notbremse.

Hitze und Tonnengewichte setzten dem Asphalt zu

Die Ursache für das plötzliche Einschreiten ist eine zerstörerische Mischung: Die anhaltende Spätsommerhitze weicht den Straßenbelag auf, während die im Minutentakt rollenden, schweren ESWE-Linienbusse den heißen Asphalt zur Seite quetschen. Das Resultat sind tiefe Furchen und gefährliche Kanten.

Für die Dauer der Sperrung hat ESWE Verkehr umgehend reagiert: Die reguläre Haltestelle Scheffelstraße ist gesperrt, für die Fahrgäste wurde im Nahbereich eine Ersatzhaltestelle eingerichtet.

Provisorische Ausbesserung ab kommender Woche – Betonbauweise als Dauerlösung

Um den Busverkehr schnellstmöglich wieder rollen zu lassen, wird die betroffene 60-Meter-Fläche in der kommenden Woche zunächst provisorisch instandgesetzt. Dies stellt jedoch nur eine kurzfristige Nothilfe dar.

Eine grundhafte Erneuerung des Abschnitts ist laut Stadt unumgänglich:

  • Beschlüsse und Finanzierung: Die umfassende Sanierung soll starten, sobald die politischen Gremien grünes Licht gegeben haben und die Finanzierung gesichert ist.

  • Neuer Standard Beton: Da die Busspuren auf dem 1. Ring generell in einem maroden Zustand sind, setzt die Stadtverwaltung bei künftigen Sanierungen auf Beton statt klassischem Asphalt. Betonbauweisen trotzen den hohen Achslasten und extremen Sommertemperaturen deutlich besser und verhindern die Entstehung von Spurrillen dauerhaft.

Die Landeshauptstadt Wiesbaden bittet alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer sowie die Fahrgäste um Verständnis für die Beeinträchtigungen. Die schrittweise Sanierung sei unverzichtbar, um die Achse rund um den Hauptbahnhof langfristig leistungsfähig zu halten.

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