Austausch
„Wie oft haben Sie schon geschossen?“ – 130 Jugendliche löchern Polizei bei „Cops im Dialog“ in Biebrich
Rund 130 Schülerinnen und Schüler der Wilhelm-Heinrich-von-Riehl-Schule in Wiesbaden-Biebrich haben am Montag mit Polizistinnen und Polizisten über Respekt, Einsätze und den Berufsalltag gesprochen. Das Format „Cops im Dialog“ soll Berührungsängste abbauen, polizeiliches Handeln verständlicher machen und das gegenseitige Vertrauen stärken.
Foto: Polizeipräsidium Westhessen
Wie sieht der Alltag auf Streife wirklich aus, was passiert bei brenzligen Einsätzen und welche Menschen stecken eigentlich unter der Uniform? Am Montag, 7. September fand an der Wilhelm-Heinrich-von-Riehl-Schule in Wiesbaden-Biebrich eine neue Ausgabe des erfolgreichen Präventionsformats „Cops im Dialog – Polizei und Schule im Austausch“ statt. Rund 130 Schülerinnen und Schüler der achten Jahrgangsstufe nutzten die Chance, Beamten der Wiesbadener Polizei direkt auf den Zahn zu fühlen.
Das Format ist fester Bestandteil des „Respekt-Pakets“ der Hessischen Landesregierung. Das zentrale Ziel: Barrieren abbauen, Verständnis für polizeiliche Maßnahmen schaffen und im persönlichen Gespräch für ein faires, respektvolles Miteinander im öffentlichen Raum werben.
Respekt ist keine Einbahnstraße
Nach der Begrüßung durch Schulleiterin Dietrich wandte sich der Leiter der Polizeidirektion Wiesbaden, Alexander Jaza, mit einem prägnanten Impulsvortrag an die Achtklässler. Er verdeutlichte, wie unverzichtbar gemeinsame Spielregeln und demokratische Werte für das Zusammenleben sind – und warum klare Kommunikation und gegenseitiger Respekt bei Kontrollen und Einsätzen für beide Seiten der Schlüssel zu einem friedlichen Ablauf sind.
Schonungslose Fragen und ehrliche Antworten
Anschließend gehörte die Bühne ganz den Jugendlichen, die kein Blatt vor den Mund nahmen. Fragen ohne Tabus: Neben dem beruflichen Werdegang und typischen Routinen interessierten sich die Jugendlichen vor allem für heikle Extremsituationen. Direkte Fragen wie „Wie oft haben Sie schon geschossen?“ oder Fragen nach Angst im Dienst zeigten, wie groß das Informationsbedürfnis war.
Um den Schülern auf Augenhöhe zu begegnen, war die Polizei mit Experten aus verschiedensten Fachbereichen vertreten. Neben Direktionsleiter Alexander Jaza standen Rede und Antwort:
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Samirullah Abasi (Zentraler Jugendkoordinator, Polizeipräsidium Westhessen)
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Cengiz Colak (Migrationsbeauftragter, Polizeipräsidium Westhessen)
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Patrick Brzosa (Schutzmann vor Ort, 5. Polizeirevier Wiesbaden)
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Lukas Rauch (Jugendkoordinator Wiesbaden)
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Marco Yildiz (Einstellungsberatung – für alle Fragen rund um Praktika und Karrieremöglichkeiten bei der Polizei)
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Vertrauen wächst durch Begegnung
Der direkte, unkomplizierte Dialog zeigte schnell Wirkung: Für viele Jugendliche wandelte sich das Bild der Polizei von einer anonymen Autorität hin zu greifbaren Personen mit Gefühlen, Verantwortung und klaren gesetzlichen Vorgaben.
Die anhaltend hohe Nachfrage Wiesbadener Schulen nach dem Format unterstreicht, wie wichtig dieser persönliche Brückenschlag zwischen Jugend und Gesetzeshütern ist.
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