Einweihung / Fotostrecke

Martin-Niemöller-Schule Wiesbaden feiert neuen Erweiterungsbau

Mehr Platz für Wiesbadens Schülerinnen und Schüler: Die Martin-Niemöller-Schule hat am Freitag ihren neuen Erweiterungsbau eingeweiht. Der dreigeschossige Neubau bietet 25 Klassenräume, eine Mensa und weitere Nebenräume und schafft damit die Voraussetzungen für den langfristigen Betrieb als G9-Vollgymnasium.

Von: |Erschienen am: 28. August 2026 14:37|

Fotos: Paul Müller, Stadt Wiesbaden

Ein Meilenstein für die Wiesbadener Bildungslandschaft und das Ende der provisorischen Container-Ära. Am Freitag, 28. August, hat die Landeshauptstadt  den imposanten Erweiterungsneubau der Martin-Niemöller-Schule an der Bierstadter Straße 47 feierlich eingeweiht. Stadträtin Dr. Patricia Becher (in Vertretung für Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende) und Baudezernent Andreas Kowol übergaben das 34-Millionen-Euro-Gebäude im Beisein der gesamten Schulgemeinschaft offiziell seiner Bestimmung.

Platz für G9 – 25 neue Klassenräume und moderne Mensa

Die bauliche Erweiterung war dringend notwendig geworden, nachdem die traditionsreiche Schule im Schuljahr 2014/2015 vom reinen Oberstufengymnasium in ein neunjähriges Vollgymnasium (G9) umgewandelt worden war. Mit dem dreigeschossigen, eleganten Neubau in C-Form sind die räumlichen Kapazitäten für die Zukunft langfristig gesichert.

Rund 5.350 Quadratmeter Bruttogrundfläche bieten Platz für 25 helle Klassenräume, modernste Fach- und Nebenräume sowie eine zeitgemäße Mensa.

Rund 34 Millionen Euro flossen in das zukunftsträchtige Schulbauprojekt. Bereits Ende Mai 2026 fanden im Neubau die mündlichen Abiturprüfungen statt, seit Ende Juni läuft der reguläre Unterricht. Die alten Interims-Container konnten mittlerweile vollständig vom Schulgelände abtransportiert werden.

Herausforderung Tonboden und nachhaltige Klinker-Architektur

Die Bauphase war technisch anspruchsvoll. Nach dem Start im April 2023 forderte vor allem die bis zu elf Meter tiefe Baugrube im wasserempfindlichen Tonboden das Bauteam heraus. Starke Regenfälle und Böschungsabbrüche brachten den Zeitplan ins Wanken, was jedoch durch einen massiv beschleunigten Innenausbau und straffe Koordination der Gewerke wettgemacht werden konnte.

Besonderer Wert wurde auf Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit gelegt. Statt faserbewehrter Betonplatten erhielt das Gebäude eine langlebige und nachhaltige Ziegel- bzw. Klinkerfassade. Die Lüftungstechnik wurde so optimiert, dass der Trinkwasserverbrauch minimiert wird.

Baum- und Naturschutz: In enger Abstimmung mit dem Umweltamt wurden Schulwege und Freiflächen so terrassiert, dass der wertvolle alte Baumbestand vollumfänglich geschützt bleibt.

Enge Kooperation aller Beteiligten – Sternwarte-Belange berücksichtigt

Für das Gelingen arbeiteten Schulamt, Schulleitung, die städtische WiBau, das Hochbauamt, das Sportamt sowie ausführende Firmen Hand in Hand. Auch individuelle Nutzerwünsche der Schule wie eine optimierte Küchenplanung und ein Trinkwasserspender wurden integriert. Ein besonderes Detail: Die Beleuchtung des neuen Parkplatzes wurde in Kooperation mit der Astronomischen Gesellschaft Urania so konzipiert, dass sie absolute Sicherheit bietet, aber die astronomischen Beobachtungen der benachbarten Sternwarte nicht durch Lichtverschmutzung stört.

Bis zum Spätherbst 2026 werden nun die letzten Arbeiten an den Außen- und Sportanlagen finalisiert, inklusive barrierefreier Terrassen und der Neugestaltung der ehemaligen Containerflächen.

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