Bauvorhaben

Grünes Licht für Kasteler Bahnunterführung: Neue Wegeverbindung zur Reduit rückt näher

Der Planfeststellungsbeschluss für die neue Bahnunterführung am bisherigen Bahnübergang in Mainz-Kastel liegt vor. Damit kann die Ausführungsplanung fortgesetzt werden. Anfang 2027 soll die Bauleistung ausgeschrieben werden.

Von: |Erschienen am: 28. August 2026 17:21|

Archivfoto

Entscheidender Durchbruch für eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte am Wiesbadener Rheinufer. Für den Neubau der Bahnunterführung in Mainz-Kastel liegt der offizielle Planfeststellungsbeschluss für das Vorhaben der DB InfraGO vor. Damit ist das Baurecht für den Ersatz des bisherigen Bahnübergangs gesichert, die Ausführungsplanung kann nahtlos fortgesetzt werden. Bereits Anfang kommenden Jahres (2027) soll die Ausschreibung der eigentlichen Bauleistungen starten.

Alter Bahnübergang weicht moderner Fuß- und Radunterführung

Der Neubau ist zwingend erforderlich, da der bestehende schienengleiche Bahnübergang aufgrund moderner bahntechnischer Vorgaben sowie der extrem beengten örtlichen Platzverhältnisse auf Dauer nicht mehr weiterbetrieben werden kann.

Wegen der engen Bebauung wird das neue Bauwerk ausschließlich für Fußgängerinnen, Fußgänger und den Radverkehr dimensioniert.

Der motorisierte Individualverkehr wird künftig vollständig und dauerhaft über die Rampenstraße sowie die Straße „Am Kransand“ in Richtung Reduit und Rheinufer geführt.

Wiesbadens Verkehrsdezernent Andreas Kowol (Die Grünen) unterstreicht die Bedeutung des Projekts: „Mit der neuen Unterführung schaffen wir eine sichere und komfortable Verbindung für die vielen Menschen, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad zwischen Mainz-Kastel und der Reduit unterwegs sind.“

Wiesbadener Wünsche integriert – Offene Treppen und Option auf Bahnsteigzugang

Im Zuge des Planungsverfahrens konnte die Landeshauptstadt Wiesbaden wichtige Detailverbesserungen durchsetzen:

  • Offene Gestaltung zur Reduit: Die Treppenanlage wird in Richtung der historischen Reduit einladend und offen gestaltet.

  • Zusätzliche Treppenaufgänge: Auf halber Höhe der barrierefreien Rampen werden zusätzliche Treppenaufgänge integriert. Dies optimiert die Wegebeziehungen aus Richtung Südosten erheblich und verkürzt die Erreichbarkeit.

  • Zukunftssicher für die Bahn: Die Unterführung wird baulich bereits so vorbereitet, dass bei einer späteren Verbreiterung des Mittelbahnsteigs ein direkter Treppenaufgang nachgerüstet werden kann. Aktuell ist der Bahnsteig an dieser Engstelle für einen direkten Aufgang noch zu schmal.

Mit dem rechtskräftigen Beschluss sind die Weichen für die Umsetzung gestellt – die Realisierung des Großprojekts geht nun in die heiße Phase.

Mehr aktuelle Meldungen und und Nachrichten für die Landeshauptstadt finden Sie täglich in unseren verschiedenen Rubrik auf Wiesbadenaktuell.de.

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie Fan von Wiesbadenaktuell.de und folgen Sie uns auch auf Instagram sowie auf Threads!