Bilanz

Rheingauer Weinwoche: Stadtpolizei meldet friedlichen Verlauf, keine Rohheitsdelikte, zahlreiche Parkverstöße und Einfahrtversuche

Die Stadtpolizei Wiesbaden zieht nach der Rheingauer Weinwoche eine überwiegend positive Bilanz. Trotz hoher Besucherzahlen, Unwetterunterbrechungen und Verkehrsproblemen blieb das Fest aus ordnungsbehördlicher Sicht weitgehend ruhig. Die Einsatzkräfte stellten Verkehrsverstöße fest und wiesen mehr als 1.000 Fahrdienste sowie Zufahrtsanliengen zurück.

Von: |Erschienen am: 25. August 2026 15:46|

Symbolfoto

Zehn Tage Weingenuss im Herzen der Stadt: Die Stadtpolizei Wiesbaden zieht nach dem Ende der 49. Rheingauer Weinwoche (14. bis 23. August) eine durchweg positive Bilanz. Trotz eines zeitweise enormen Besucherandrangs und zweier wetterbedingter Unterbrechungen verlief das Traditionsfest rund um das Dern’sche Gelände, den Schlossplatz und den Marktplatz aus ordnungsbehördlicher Sicht überwiegend ruhig und harmonisch. Größere Straftaten wie Körperverletzungen oder Diebstähle wurden nicht registriert. Dennoch gab es für die Einsatzkräfte im Umfeld alle Hände voll zu tun – allen voran bei der Abwehr unberechtigter Fahrdienste.

Friedliches Publikum meisterte auch Unwetter-Räumung gelassen“

Peter Erkel, Abteilungsleiter der Wiesbadener Stadtpolizei, lobte das besonnene Verhalten der Festgäste: „Die Rheingauer Weinwoche zeichnet sich durch ein friedliches und kooperatives Publikum aus. Auch bei hohem Besucheraufkommen und während der wetterbedingten Unterbrechungen verhielten sich die Gäste überwiegend ruhig und verständnisvoll. Dadurch konnten die erforderlichen Maßnahmen vor Ort in der Regel ohne größere Beeinträchtigungen für den Veranstaltungsbetrieb umgesetzt werden.“

Besonders gefordert waren die Einsatzkräfte am Mittwoch, 19. August. Wegen einer amtlichen Unwetterwarnung mit schweren Sturmböen und Starkregen musste die Weinwoche vorzeitig abgebrochen werden. Die Räumung der Festmeile verlief dennoch zügig, diszipliniert und ohne Zwischenfälle.

Großer Einsatzschwerpunkt – 1.533 Fahrdienste an Zufahrten abgewiesen

Ein zentrales Problemfeld für die Sicherheitskräfte war der Verkehr im direkten Umfeld des Festgeländes.  Insgesamt 1.533 illegale Einfahrtversuche von privaten Fahrdiensten und Mietwagenanbietern wurden an den Sperrpunkten registriert und konsequent zurückgewiesen.

An den beiden Wochenenden wurden 71 Park- und Halteverstöße geahndet – allein 52 Verstöße im Bereich Bahnhofstraße sowie Luisenstraße.

Gegen zwei Taxifahrer wurden wegen unzulässigen Verhaltens in der Friedrichstraße offizielle Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Marktordnung durchgesetzt – Platzverweise  erteilt

Auf den Plätzen selbst sorgte die Stadtpolizei für die Einhaltung der Marktordnung und griff in Einzelfällen gezielt durch. Am Eröffnungstag wurde ein betrunkener Randalierer aus dem Rathaus geworfen. Am ersten Fest-Samstag halfen Stadtpolizisten der Landespolizei bei der Festnahme eines Diebes an einem Weinstand.

Gegen aufdringliche Bettler und störende Personen wurden mehrfach Platzverweise ausgesprochen. Eine nicht genehmigte Musikgruppe in der Kirchgasse musste ihr Spiel einstellen.

Hilfe für Seniorin

Menschlicher Einsatz: Am ersten Sonntag nahmen die Beamten eine verwirrte ältere Dame in Obhut, veranlassten deren medizinische Betreuung und organisierten die Unterbringung in einer Notunterkunft.

Die Stadtpolizei bedankt sich ausdrücklich beim Veranstalter, der Landespolizei, den Rettungsdiensten sowie den Besucherinnen und Besuchern für das vertrauensvolle Miteinander.

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