Finanzielle Förderung

Mainz hilft Wiesbaden: Stiftung finanziert zehn Ausbildungsplätze bei der WJW

Leere Kassen bei der Stadt machen es nicht leicht, doch für zehn junge Menschen öffnet sich eine Tür in die berufliche Zukunft. Dank einer Rekordförderung in der Geschichte der Wiesbadener Jugendwerkstatt kann die gemeinnützige Einrichtung trotz knapper Haushalte neue Perspektiven im Handwerk und in der Praxis schaffen. Warum ausgerechnet eine Mainzer Stiftung als Unterstützer einspringt und wem diese historische Unterstützung genau zugutekommt, erfahren Sie im Bericht.

Von: |Erschienen am: 25. August 2026 20:47|

Logo: WJW

Eine finanzielle Zuwendung stärkt das Ausbildungsangebot der Wiesbadener Jugendwerkstatt (WJW). Die im benachbarten Mainz ansässige Helga Schulz-Zöller-Stiftung stellt der Einrichtung eine Gesamtsumme von 540.000 Euro zur Verfügung.

Mit diesen Mitteln werden ab dem 1. September zehn Plätze für eine Berufsausbildung oder betriebliche Umschulung gefördert. Die Unterstützung erstreckt sich über einen Zeitraum von zwei Jahren mit jeweils 270.000 Euro pro Jahr.

Wortmeldung aus der Stadtpolitik

Wiesbadens Bürgermeisterin Christiane Hinninger (Bündnis 90/Die Grünen) würdigte die Zuwendung der Stiftung für die städtische Gesellschaft. Sie erklärte im Wortlaut: „Diese Spende ist eine großartige Unterstützung der Wiesbadener Jugendwerkstatt und vor allem der Jugendlichen, die dadurch eine berufliche Perspektive bekommen.

Es ist gleichzeitig auch eine Anerkennung der wichtigen und erfolgreichen Arbeit, die in der WJW geleistet wird. Ich danke der Helga Schulz-Zöller-Stiftung im Namen der Landeshauptstadt Wiesbaden ganz herzlich.“

Erste Stiftungsförderung der Geschichte

Aufgrund der angespannten kommunalen Haushaltslage sind die finanziellen Mittel der Landeshauptstadt Wiesbaden als Gesellschafterin der WJW spürbar eingeschränkt. Vor diesem Hintergrund leitete die Geschäftsleitung der Jugendwerkstatt in Abstimmung mit der Aufsichtsratsvorsitzenden Hinninger bereits im Vorjahr Maßnahmen ein, um alternative Drittmittel zu akquirieren. Mit dem Eintritt der Helga Schulz-Zöller-Stiftung wird das Engagement der Einrichtung in ihrer mehr als 40-jährigen Historie erstmals von einer privaten Stiftung unterstützt.

Das geförderte Programm richtet sich an Personen mit sozialen Benachteiligungen oder individuellen Beeinträchtigungen. Durch eine zielgerichtete berufliche Qualifikation soll den Teilnehmern eine langfristige Eingliederung in den Arbeitsmarkt ermöglicht werden. Neben der individuellen Förderung zielt das Vorhaben darauf ab, dem Mangel an Fachkräften, vor allem im handwerklichen Bereich, entgegenzuwirken.

Hintergrund zur Jugendwerkstatt

Die im Jahr 1984 ins Leben gerufene Wiesbadener Jugendwerkstatt agiert als gemeinnützige Gesellschaft der Landeshauptstadt und unterstützt arbeitslose sowie von Arbeitslosigkeit bedrohte junge Menschen und Erwachsene beim Berufseinstieg. Bekannt ist die WJW unter anderem als Betreiberin der Domäne Mechtildshausen samt Öko-Landwirtschaft, Hofladen und Gastronomiebereich.

Jährlich absolvieren bis zu 400 sozial benachteiligte Jugendliche eine Ausbildung in den Feldern Landwirtschaft, Handwerk, Gastronomie und Verkauf, begleitet von sozialpädagogischer Betreuung.

Zur Stiftung

Die fördernde Helga Schulz-Zöller-Stiftung setzt ihre Spenden für Vorhaben ein, die gesellschaftliche Verantwortung stärken, Bildungschancen eröffnen und Menschen neue Perspektiven bieten. Das Stiftungsportfolio umfasst dabei Stipendien für Studenten, die Kofinanzierung medizinischer Forschungsprojekte sowie direkte Hilfen für bedürftige Personen. Daher profitiert jetzt auch die Wiesbadener Jugendwerkstatt mit ihren Projekten für Ausbildung.

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