Auswirkungen / Bilanz

Nach schwerem Sommerunwetter: Sturmböen reißen Äste ab – Vier Bäume in Wiesbaden müssen gefällt werden!

Sturmböen und Starkregen haben beim Unwetter am vergangenen Mittwoch erhebliche Schäden an Wiesbadener Bäumen verursacht. Nach einer vorläufigen Bilanz wurden 24 Astbrüche gemeldet, vier Bäume mussten gefällt werden. Hitze und Trockenheit haben ihren Teil dazu beigetragen.

Von: |Erschienen am: 24. August 2026 17:01|

Symbolfoto

Das schwere Unwetter mit orkanartigen Sturmböen und Starkregen vom vergangenen Mittwoch, 19. August, hat im Wiesbadener Stadtgebiet deutliche Spuren hinterlassen. Wie das Grünflächenamt und die Entsorgungsbetriebe der Landeshauptstadt Wiesbaden (ELW) nach ersten intensiven Sonderkontrollen mitteilen, kam es zu erheblichen Schäden am städtischen Baumbestand. Besonders stark getroffen wurden die Stadtteile Klarenthal, Dotzheim, Schierstein sowie das Künstlerviertel.

24 Astbrüche und vier Notfällungen nach Sturmböen

Die vorläufige Schadensbilanz der städtischen Kontrollteams zeigt das Ausmaß der Naturgewalten: 24 schwere Astbrüche wurden im Stadtgebiet offiziell erfasst und gemeldet.

Drei Bäume gerieten durch den Sturm in eine so gefährliche Schieflage, dass sie zur Wiederherstellung der Verkehrssicherheit gefällt werden mussten. Ein weiterer Baum musste nach einem massiven, stammnahen Ausbruch im Kronenbereich ebenfalls komplett weichen.

Zahlreiche ältere Gehölze in öffentlichen Park- und Grünanlagen wurden in Mitleidenschaft gezogen; abgebrochene Äste wurden von den mobilen Teams des Grünflächenamts und der ELW-Stadtreinigung direkt vor Ort zersägt und abtransportiert.

Hitze und Trockenheit verstärken die Windanfälligkeit

Dass die Böen derart große Schäden anrichten konnten, liegt nach Angaben der Fachleute an einer verhängnisvollen Kombination: Durch die vorangegangene lange Hitze- und Trockenperiode stand der innerstädtische Baumbestand bereits unter erheblichem Trockenstress.

Versiegelte Bodenflächen, enge Wurzelräume und anhaltend hohe Sommertemperaturen schwächen die Vitalität der Stadtbäume. Wenn auf das ausgetrocknete Holz plötzlich extreme Windlasten treffen, brechen selbst stärkere Äste deutlich schneller ab als unter Normalbedingungen.

Gezielte Nachkontrollen in dieser Woche laufen

Um verdeckte Schäden, lose hängende Äste oder weitere Gefahrenbäume frühzeitig zu erkennen, schickt das Grünflächenamt Wiesbaden in dieser Woche erneut spezialisierte Baumkontrolleure in die besonders betroffenen Quartiere.

Im Rahmen dieser gezielten Nachkontrollen werden alle Straßenzüge und Grünanlagen nochmals systematisch abgefahren. Neu entdeckte Schadstellen werden erfasst, priorisiert und anschließend nach Dringlichkeit durch die Einsatzteams abgearbeitet.

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