LSBT*IQ-Beratung
Queeres Zentrum Wiesbaden zieht in neue Räume innerhalb der Walkmühle
Ein wichtiger Schritt für die LSBT*IQ-Community in der Landeshauptstadt steht unmittelbar bevor: Nach intensiven Bauarbeiten bezieht das Queere Zentrum Wiesbaden bald seine neuen, deutlich größeren Räumlichkeiten. Auf rund 260 Quadratmetern im denkmalgeschützten Areal der Walkmühle eröffnen sich künftig ganz neue Möglichkeiten für Beratung, Begegnung und Vernetzung. Wann der Stichtag für den Einzug ist und welche Besonderheiten die neuen Räume bieten, zeigt der Blick hinter die Kulissen.
Foto: Stadt Wiesbaden
Das Queere Zentrum Wiesbaden (QZWi) steht kurz vor einem bedeutenden Meilenstein: Die Sanierungs- und Ausbauarbeiten im Haus Metzler auf dem denkmalgeschützten Areal der Walkmühle befinden sich auf der Zielgeraden.
Um sich ein genaues Bild vom aktuellen Baufortschritt zu machen, kamen Bürgermeisterin Christiane Hinninger (Bündnis 90 / Die Grünen), Vertreter des Trägervereins sowie die Geschäftsführung der städtischen Immobiliengesellschaft WiBau GmbH zu einem gemeinsamen Besichtigungstermin vor Ort zusammen.
WiBau unterstützt beim Standortwechsel
Der Wechsel innerhalb des Walkmühlgeländes ist für den 9. Oktober terminiert. Bislang nutzt die Anlaufstelle das ebenfalls dort gelegene Haus Esch. Am künftigen Domizil stehen dem Zentrum rund 260 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung, was die räumliche Situation für die tägliche Arbeit spürbar verbessert.
Begleitet und unterstützt wird der bevorstehende Umzug von der WiBau, sowohl auf organisatorischer Ebene als auch mit tatkräftigem Einsatz im Rahmen des Aktionstages „Wiesbaden engagiert“.
Kommentar der Bürgermeisterin
Über die Bedeutung der neuen Räumlichkeiten äußert sich Bürgermeisterin Christiane Hinninger: „Mit dem Einzug in die Walkmühle setzen wir ein starkes Zeichen verbessern wir die Arbeitsmöglichkeiten des Queeren Zentrums und den Einsatz für Vielfalt, Offenheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt in Wiesbaden. Es ist ein wichtiger Schritt, queeres Leben sichtbar zu machen und ihm dauerhaft Raum in unserer Stadt zu geben und das an einem Ort, der selbst für Wandel, Kreativität und gemeinschaftliches Engagement steht.“
Mehr Platz für Kooperationen
Auch beim Trägerverein blickt man voller Vorfreude auf den Standortwechsel. Thorsten Karl, Vorsitzender des Queeren Zentrums Wiesbaden, sagt:
„Die neuen Räume werden es möglich machen, unsere Angebote auszubauen und noch stärker mit anderen Initiativen zu kooperieren. Die offene und kreative Atmosphäre der Walkmühle passt hervorragend zu uns.“
Denkmalschutz
Die Umsetzung erforderte dabei Fingerspitzengefühl bei der Sanierung des Gebäudekomplexes. Wi-Bau Geschäftsführer Christoph Golla ergänzt:
„Trotz der baulichen Herausforderungen ist es gelungen, eine langfristige und tragfähige Lösung zu realisieren, die sowohl den Anforderungen des Denkmalschutzes als auch den Bedürfnissen des Queeren Zentrums gerecht wird.“
Umfassendes Beratungs- und Hilfsangebot
Das Queere Zentrum besteht seit dem Jahr 2022. Auf Grundlage der städtischen Förderrichtlinie unterstützt die Landeshauptstadt den Trägerverein Queeres Zentrum Wiesbaden e. V. mit finanziellen Mitteln für die Raummiete, die Erstausstattung sowie den laufenden Betrieb der Einrichtung.
Die Stelle fungiert als zentrale Anlauf-, Beratungs- und Netzwerkinstitution für lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, intergeschlechtliche und queere Menschen (LSBT*IQ). Das Spektrum umfasst vertrauliche Hilfen in unterschiedlichsten Lebenssituationen, darunter Begleitung beim Coming-Out, spezifische Trans*-Beratung sowie allgemeine psychosoziale Unterstützung. Ebenfalls erhalten Angehörige und Personen, die von LSBT*IQ-feindlicher Diskriminierung, Hasskriminalität oder Gewalt betroffen sind, fachkundige Hilfe.
Gemeinschaft und Austausch
Neben den individuellen Beratungen schafft das QZWi durch offene Treffpunkte und strukturierte Gruppenangebote in der Walkmühle in Wiesbaden geschützte Räume für Beratung und das gegenseitige Kennenlernen und die Vernetzung untereinander. Das Angebot richtet sich dabei zielgruppengerecht an Jugendliche und junge Erwachsene, ältere Bürger, Geflüchtete sowie Familienangehörige.
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