Behörden-Struktur

Bachmann warnt vor Kahlschlag bei den Wiesbadener Ortsverwaltungen

Droht dem Wiesbadener Bürgerservice vor Ort schleichend das Aus? Nach der Umstrukturierung der Dezernate schlägt die FWG Alarm und befürchtet die Schließung wichtiger Anlaufstellen in den Stadtteilen. Warum der Verlust des analogen kommunalen Angebots besonders ältere Menschen hart treffen könnte und welche Signale aus den Amtsstuben dringen, lesen Sie hier.

Von: |Erschienen am: 19. August 2026 11:55|

Archivfoto

In der Landeshauptstadt Wiesbaden sorgt die Neugliederung der städtischen Dezernate für politische Diskussionen. Durch die Umstrukturierung wurden die Ortsverwaltungen aus dem Bereich des Hauptamtes in das Dezernat der Stadträtin Maral Koohestanian (Volt) eingegliedert. Der Stadtverordnete Christian Bachmann von der Freien Wähler Gemeinschaft (FWG) äußert angesichts dieser Maßnahme deutliche Bedenken und befürchtet einen schleichenden Abbau der bürgernahen Verwaltungsstellen in den Stadtteilen.

Vor dem Hintergrund bereits bekannter Zusammenlegungen von Dienststellen, die mit anhaltendem Personalmangel begründet wurden, sieht die FWG die Erreichbarkeit der städtischen Angebote gefährdet.

Befürchtungen

Nach Angaben der Freien Wählergemeinschaft gibt es auch innerhalb der Belegschaft große Unsicherheiten bezüglich der künftigen Ausrichtung der Anlaufstellen vor Ort. Bachmann erklärt dazu: „Ich habe bereits indirekte Hilferufe aus der Verwaltung erhalten, die befürchten, dass ihr Service, der so wichtig ist für die Menschen vor Ort, eingestellt wird“.

Die Unterstellung der Ortsverwaltungen unter das Digitalisierungsamt verstärkt nach Ansicht von Bachmann die Sorgen der Beschäftigten. Er hegt die Befürchtung, dass im Zuge einer verstärkten Digitalisierung sowie unter dem Vorwand von Einsparungen und fehlendem Personal in den kommenden fünf Jahren Schließungen drohen könnten.

Forderung nach Erhalt analoger Angebote

Besonders für die Bevölkerung in den Außenbezirken fordert die FWG weiterhin leicht zugängliche Ansprechpartner vor Ort in den Ortsverwaltungen. Der Stadtverordnete hebt hervor:

„Die Menschen in den Stadtteilen haben ein Recht auf ein analoges Leben. Gerade in den ländlichen Stadtbezirken leben viele ältere Menschen, die vielleicht nicht durchdigitalisiert sind, wie es Teile der Stadtregierung fetischartig gerne hätten. Auf diese Menschen muss ausdrücklich Rücksicht genommen werden und daher muss zwingend der Bürgerservice vor Ort erhalten bleiben!“

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