Inklusion
Barrierefrei und modern: Neuer Empfang im Wiesbadener Sozialamt
Ein barrierefreier Zugang für alle Menschen und spürbare Erleichterungen für die Beschäftigten: Der große Verwaltungsstandort in der Konradinerallee präsentiert sich ab sofort von seiner modernsten Seite. Wie die Neugestaltung Schranken abbaut, welche technischen Raffinessen der Umbau bereithält und wer das Projekt finanziell unterstützt, lesen Sie im Artikel.
Symbolfoto
Der städtische Verwaltungsstandort in der Konradinerallee 11 präsentiert sich seit Dienstag, 4. August, mit einer grundlegend neu gestalteten und barrierefreien Empfangszone. Von den Verbesserungen beim Zugang profitieren die Besucher des Wiesbadener Amtes für Soziale Arbeit sowie des Sozialleistungs- und Jobcenters gleichermaßen.
Zugleich bringt der Umbau spürbare Erleichterungen für das Servicepersonal vor Ort mit sich, dem an der zentralen Anlaufstelle nunmehr vier vollwertige Beratungsplätze zur Verfügung stehen.
Zusammenarbeit zahlreicher Fachstellen
Der Startschuss für das Bauprojekt fiel im Juni 2025 unter der Federführung der neu geschaffenen Verwaltungsabteilung, die organisatorisch beim Sozialleistungs- und Jobcenter angesiedelt ist. In die Erarbeitung des Gesamtkonzepts waren zahlreiche Stellen eingebunden: Neben dem Sicherheitstechnischen Dienst, der Schwerbehindertenvertretung und den Experten für Brandschutz wirkten auch der städtische IT-Dienstleister Wivertis sowie das Immobilienunternehmen Apleona mit.
Zudem begleiteten die WiBau GmbH, die seit ihrer Gründung im Oktober 2012 als kommunale Gesellschaft das Bau- und Facility-Management der Landeshauptstadt steuert, und der Landeswohlfahrtsverband Hessen (LWV Hessen) die Maßnahme. Nach dem Auftakt konnte die bauliche Umsetzung innerhalb von lediglich drei Monaten vollendet werden.
Barrierefreier Zugang und Funktionalität
Leitgedanke der Planungsphase war es, allen Bürgern einen uneingeschränkten und selbstverständlichen Zugang zu den städtischen Dienstleistungen zu ermöglichen, unabhängig von individuellen Bedürfnissen oder körperlichen Beeinträchtigungen.
Parallel dazu sollte das Arbeitsumfeld für die Beschäftigten auf den neuesten Stand gebracht werden. Diese Vorgaben wurden bei der Umsetzung konsequent verwirklicht.
Optimierte Raumakustik und Datenschutz
Der überarbeitete Empfangsbereich bietet neben dem vierten Schalterplatz eine Reihe weiterer Optimierungen. Schallabsorbierende Bauteile sorgen für eine deutlich verbesserte Raumakustik, während die Anordnung der Plätze vertrauliche Gespräche unter Einhaltung strenger Datenschutzstandards ermöglicht.
Eine offene und übersichtliche Gestaltung erleichtert zudem die Orientierung in dem Gebäudekomplex, der insgesamt mehr als 500 Büroräume umfasst, und führt Besucher rasch zu den passenden Ansprechpartnern.
Dezernentin unterstreicht Stellenwert
Sozialdezernentin Dr. Patricia Becher (SPD) hebt die Bedeutung der Neugestaltung hervor: „Barrierefreiheit ist kein Zusatz, sondern Voraussetzung für eine Verwaltung, die allen Menschen offensteht. Mit dem neuen Empfang schaffen wir einen Ort, der Orientierung und gute Arbeitsbedingungen miteinander verbindet. Das ist ein Gewinn für Bürgerinnen und Bürger ebenso wie für unsere Mitarbeitenden.“
Landesförderung und starkes Teamwork
Finanzielle Schützenhilfe erhielt das Sozialdezernat bei dem Vorhaben durch den Landeswohlfahrtsverband Hessen (LWV Hessen), der den barrierefreien Ausbau mit Zweckmitteln förderte. Zum erfolgreichen Abschluss des Projekts trug zudem der intensive Einsatz aller beteiligten internen Fachbereiche und externen Partnerbetriebe bei.
Anerkennung für das Gesamtergebnis
Die Sozialdezernentin äußerte sich erfreut über das Resultat: „Ein Projekt dieser Größenordnung lässt sich nur gemeinsam verwirklichen. Deshalb gilt allen Beteiligten ein herzlicher Dank.“
Mit dem erneuerten Eingangsbereich im Sozialamt und Jobcenter setzt die Landeshauptstadt Wiesbaden ein klares Signal für mehr Inklusion, Barrierefreiheit und Servicequalität. Das Projekt in der Konradinerallee demonstriert, wie funktionale Arbeitsbedingungen für die Verwaltung und eine uneingeschränkte Zugänglichkeit für die Bürgerschaft in der Praxis zusammengeführt werden können.
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