Internationale Tagung

Bürgerservice neu gedacht: Zukunftswerk holt globale Design-Elite nach Wiesbaden

Wie werden behördliche Angebote im Netz wirklich verständlich und nutzerfreundlich? Im Oktober wandelt sich das Luisenforum in Wiesbaden in ein Testlabor für die Erprobung moderner Verwaltungsangebote, wenn sich Experten und Bürger im Zukunftswerk gemeinsam an einen Tisch setzen. Welche internationalen Impulse dabei auf die Landeshauptstadt treffen und wie Sie selbst aktiv Prototypen mitgestalten können, wurde jetzt kommuniziert.

Von: |Erschienen am: 31. Juli 2026 19:19|

Symbolfoto: Stadt Wiesbaden

Das Zukunftswerk Wiesbaden reiht sich im Oktober in das Programm der weltweiten Service Design Global Conference 2026 (SDGC26) ein. In diesem Rahmen laden die Verantwortlichen für Mittwoch, 28. Oktober, von 13:00 bis 16:00 Uhr zu einem interaktiven Mitmach-Workshop unter dem Titel „Service trifft Digital“ ein.

Veranstaltungsort sind die Räumlichkeiten des Zukunftswerks im zweiten Obergeschoss des Luisenforums in der Kirchgasse 6, im Bereich der Brücke.

Globale Konferenz mit regionalem Schwerpunkt

Die mehrtägige Fachtagung erstreckt sich vom 28. bis zum 30. Oktober über die gesamte Region Frankfurt RheinMain und bietet parallel ein digitales Online-Programm. Ausgerichtet wird das internationale Branchenevent vom Service Design Network in enger Kooperation mit der Initiative World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026.

Im Zentrum des Service Designs steht die Frage, wie Dienstleistungen konsequent aus dem Blickwinkel der späteren Anwender gestaltet werden können. Um diesen Ansatz in der Praxis zu demonstrieren, arbeitet das Wiesbadener Zukunftswerk eng mit dem stadtlabor.mg aus Mönchengladbach sowie der lokalen Agentur New Order Design zusammen. Gemeinsam veranschaulichen die Partner, wie digitale Behördenangebote bereits in einer frühen Phase gemeinsam mit der Bürgerschaft erprobt und optimiert werden können.

Einbindung der Bürgerschaft als Erfolgsfaktor

Den Mehrwert dieser frühzeitigen Beteiligung unterstreicht Maral Koohestanian (Volt), Dezernentin für Smart City, Europa und Ordnung: „Die Menschen, die einen digitalen Verwaltungsservice später nutzen, sollten frühzeitig in seine Entwicklung einbezogen werden. So entstehen Angebote, die verständlich sind und im Alltag wirklich funktionieren.“

Vom Praxistest zum ersten Prototyp

Die Dezernentin erläutert im Hinblick auf das Workshop-Konzept weiter: „Unser Workshop macht diesen Ansatz praktisch erlebbar und bringt dafür Erfahrungen aus Wiesbaden und Mönchengladbach zusammen“

Im Ablauf des Seminars prüfen die Anwesenden zunächst bestehende digitale Dienstleistungen der Stadt auf ihre Anwenderfreundlichkeit und Verständlichkeit. Im zweiten Teil erarbeiten die Teilnehmer in einer kompakten Praxisphase nach dem „Mönchengladbacher Modell“ eigene Lösungsansätze sowie erste Prototypen für zukunftsfähige Verwaltungsdienste.

Vernetzung und Anmeldung für Interessenten

Über die Zielsetzung des Zukunftswerks und die Bedeutung des internationalen Austauschs äußert sich Georg Nikolaev, Projektleiter der Einrichtung: „Im Zukunftswerk erproben wir neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Fachleuten und Stadtgesellschaft. Die Konferenz gibt uns die Möglichkeit, unsere Erfahrungen mit Teilnehmenden aus anderen Städten und Ländern zu teilen und zugleich neue Ideen für Wiesbaden mitzunehmen“

Das Angebot mit Workshops richtet sich gleichermaßen an Fachkräfte aus Kommunalverwaltung, Designbereich, Wissenschaft und freier Wirtschaft wie auch an alle interessierten Bürger, die sich aktiv an der Gestaltung nutzerfreundlicher Verwaltungsangebote beteiligen möchten. Weiterführende Einzelheiten zur Konferenz, dem vollständigen Programmablauf sowie zur Buchung von Plätzen sind auf der offiziellen Webseite unter www.servicedesignglobalconference.com abrufbar.

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