Fußball
Hammertransfer beim DFB: Neuer Bundestrainer Jürgen Klopp kommt aus Wiesbaden
Der Deutsche Fußball-Bund hat Nägel mit Köpfen gemacht: Jürgen Klopp wird neuer Trainer der Männer-Nationalmannschaft. Für die Landeshauptstadt Wiesbaden ist die Personalie eine ganz besondere Sensation, denn der 59-Jährige hat nicht nur eine enge Bindung zur Region, sondern wählte Wiesbaden einst sogar als seinen Wohnort.
Foto: Thomas Böcker/DFB
Es ist der Kicker-Paukenschlag des Sommers: Jürgen Klopp wird neuer Bundestrainer der deutschen A-Nationalmannschaft. Am Freitag, 24. Juli, wurde der 59-Jährige offiziell am DFB-Campus in Frankfurt am Main vorgestellt. Klopp unterzeichnete einen Vierjahresvertrag, der ihn bis zur FIFA Weltmeisterschaft 2030 führen soll.
Für die Fans in Wiesbaden gibt es dabei eine ganz besondere Anekdote: Bei seiner Vorstellung verriet Klopp schmunzelnd, dass er nach Legende Helmut Schön erst der zweite Bundestrainer der Geschichte ist, der seinen Wohnsitz in Wiesbaden hatte.
Nachfolge von Nagelsmann und hochkarätiges Trainerteam
Klopp tritt am 15. August 2026 die Nachfolge von Julian Nagelsmann an, der Anfang Juli nach dem bitteren WM-Aus gegen Paraguay seinen Rücktritt erklärt hatte. Um den Neuanfang beim DFB erfolgreich zu gestalten, bringt Klopp sein vertrautes und hochkarätig besetztes Experten-Team mit: Peter Krawietz, Pepijn Lijnders und Sven Bender. Krawietz und Lijnders arbeiteten bereits lange mit dem Erfolgstrainer zusammen, unter anderem bei Liverpool. Bender war zuvor schon im Nachwuchsbereich des DFB tätig.
„Unsere uneingeschränkte Wunschlösung“
„Die Nationalmannschaft kann uns Deutsche verbinden wie kaum etwas anderes. Genau das macht diese Aufgabe für mich so besonders. Ich bin dankbar für alles, was ich in den letzten eineinhalb Jahren bei Red Bull erleben und lernen durfte, und für die Offenheit, die diese Einigung erst möglich gemacht hat. Jetzt freue ich mich auf diese besondere Aufgabe im deutschen Fußball, die wir gemeinsam mit Demut und Geduld angehen werden: eine Mannschaft zu entwickeln, die füreinander kämpft, die Freude am Fußball hat und hinter der sich die Menschen in unserem Land mit voller Überzeugung versammeln können“, so der neue Fußball Nationaltrainer.
Wiesbaden als Fußballort
Für Wiesbaden hat die Personalie eine besondere Note. Klopp sagte bei der Vorstellung, er sei nach Helmut Schön der zweite Bundestrainer, der in Wiesbaden wohnt. Helmut Schön hatte die hessische Landeshauptstadt während seiner Zeit als Bundestrainer von 1964 bis 1978 zu seiner Wahlheimat gemacht. Der damalige Chefcoach führte die National 11 1972 zum EM- und 1974 zum WM-Titel.
Auch Schöns Verbindung zu Wiesbaden ist eng mit der Fußballgeschichte der Stadt verknüpft: Nach seiner aktiven Karriere begann er 1951 als Trainer beim SV Wiesbaden. Gemeinsam mit Nationalspieler Jürgen Grabowski trug er sich später in das Goldene Buch der Stadt ein.
Die Wiesbaden-Verbindung – Auf den Spuren von Helmut Schön
Dass der 59-Jährige eine enge Beziehung zur hessischen Landeshauptstadt pflegt, ist für eingefleischte Wiesbadener kein Geheimnis. Während seiner erfolgreichen Zeit als Cheftrainer des 1. FSV Mainz 05 hatte Klopp Familie und Freunden in Wiesbaden. Aktuell wohnt er im Stadtteil Sonnenberg.
„Können uns verbinden wie kaum etwas anderes“
DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Sportdirektor Rudi Völler zeigten sich begeistert über die Verpflichtung der absoluten „Wunschlösung“. Auch Klopp selbst blickt voller Vorfreude auf die neue Aufgabe: „Die Nationalmannschaft kann uns Deutsche verbinden wie kaum etwas anderes. Genau das macht diese Aufgabe für mich so besonders. Wir wollen eine Mannschaft entwickeln, die füreinander kämpft und hinter der sich die Menschen in unserem Land wieder mit voller Überzeugung versammeln können.“
„Jürgen Klopp hat über viele Jahre auf höchstem Niveau bewiesen, dass er junge Spieler weiterentwickelt und seine Mannschaften unter Druck Leistung bringen. Dazu ist er ein großartiger Motivator, der unsere Fans und den deutschen Fußball mitnehmen wird. Ich freue mich auf die gemeinsame Arbeit“, so DFB-Sportdirektor Rudi Völler.
„Bester Trainer der Welt“
Hans-Joachim Watzke, 1. DFB-Vizepräsident, sagt: „Jürgen ist für mich einer der besten Trainer der Welt. Er macht seine Spieler besser. Außerdem ist er ein Mann, der die Menschen begeistert, führt und zusammenbringt. Genau das braucht die Nationalmannschaft.“
Mit Klopps Leidenschaft, Fachkompetenz und seiner nahbaren Art stehen die Zeichen für den deutschen Fußball und die Fans in der Region Wiesbaden jedenfalls voll auf Aufbruchsstimmung!
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InfoBox
Auftakt im Herbst: Vier Länderspiele stehen bevor
Lange Eingewöhnungszeit bleibt dem neuen Bundestrainer nicht. Ende September und Anfang Oktober wartet ein strammes Programm mit gleich vier Länderspielen auf Klopp und sein Team:
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24. September: Niederlande vs. Deutschland (in Amsterdam)
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27. September: Deutschland vs. Griechenland (Heim-Debüt in Augsburg)
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01. Oktober: Deutschland vs. Serbien (in München)
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04. Oktober: Griechenland vs. Deutschland (in Thessaloniki)


